Nach der Übergabe von 1200 Unterschriften gegen das Abholzen an der Venloer Straße will die Verwaltung nun informieren.

HAUPTAUSSCHUSS
Bürger übergeben die Unterschriften für den Erhalt der Eschen an Bürgermeister Christian Wagner.

Bürger übergeben die Unterschriften für den Erhalt der Eschen an Bürgermeister Christian Wagner.

Kurt Lübke

Bürger übergeben die Unterschriften für den Erhalt der Eschen an Bürgermeister Christian Wagner.

Nettetal. Es hat ’was gebracht, das Aufbegehren der Anwohner der Venloer Straße: Bürgermeister Christian Wagner versprach am Donnerstag im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss, die Anlieger sollten noch vor einer Bürgerversammlung schriftlich über den Stand der Straßenbaupläne informiert werden.

„Genau ein Jahr köchelt die Sache vor sich hin.“

Guido Gahlings, Grüne

Vor der Sitzung hatten ihm Anwohner 1200 Unterschriften für den Erhalt der Eschen an der Venloer Straße überreicht. „Genau ein Jahr köchelt die Sache vor sich hin“, bemängelte Guido Gahlings (Grüne). Er und Hajo Siemes (WIN) hatten sich bei einer Protestaktion auf der Venloer Straße am vergangenen Sonntag den Fragen der Anwohner gestellt (die WZ berichtete).

Hintergrund: Bei der im Herbst 2011 beschlossenen Sanierung der Straße sollen alle Eschen, von denen einige krank sind, entfernt und durch neue Bäume ersetzt werden. Was viele Anwohner ärgert: Informationen aus dem Rathaus bekamen sie bislang nicht, weder über Anliegerkosten noch über Gründe für die Abholzaktion, „Gerüchte wuchern“, klagte Siemes.

Nach den Herbstferien ist eine Bürgeranhörung geplant

„Nach den Herbstferien“ soll endlich eine Bürgeranhörung stattfinden, kündigte Susanne Fritzsche an. Die Technische Beigeordnete schränkte jedoch ein: Die Versammlung habe nur Sinn, wenn bis dahin die ausstehende Entscheidung der Bezirksregierung vorliege.

Das lange Schweigen der Verwaltung erntete Kritik im Ausschuss

Doch im Ausschuss wurde das lange Schweigen der Verwaltung kritisiert: „Wenn etwas köchelt, sollte man dem entgegenwirken“, forderte Hans Overhage (ABK). Günter Werner (CDU) schlug „eine Zwischeninformation“ für die Bürger vor. Marcus Optendrenk (CDU) regte an, zumindest „den Menschen schriftlich mitzuteilen“, was geplant sei. Das überzeugte auch Wagner. Er nickte der Technischen Beigeordneten zu: „Frau Fritzsche, das machen wir.“

Für einen Teil Kaldenkirchens wird die Höhe der Gewässergebühren neu berechnet, weil nach neuen Erkenntnissen die Wasserscheide quer durch einige Grundstücke geht und so zu unterschiedlichen Wassermengen führt.

Der städtische Haushalt 2013 soll nach den Änderungsvorschlägen in den Fachausschüssen vor einer Entscheidung des Rates in den Fraktionen weiter beraten werden.

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