Großes Interesse an der Zeit des Ersten Weltkriegs.

Briefmarken
Einige Sammler hatten mehr als tausend Belege nach Kaldenkirchen mitgebracht.

Einige Sammler hatten mehr als tausend Belege nach Kaldenkirchen mitgebracht.

Franz-Heinrich Busch sen.

Einige Sammler hatten mehr als tausend Belege nach Kaldenkirchen mitgebracht.

Kaldenkirchen. Sammler von Briefmarken, Postbelegen und so genannten Ganzsachen hatten sich den „Großtauschtag“ des Briefmarkensammelvereins (BSV) Phila in Kaldenkirchen dick im Kalender angestrichen. Zahlreiche Experten vom Niederrhein und aus dem niederländischen Grenzraum fanden den Weg ins Bürgerhaus in Kaldenkirchen.

Nur noch selten wird von Album zu Album getauscht

Ein echtes Tauschen von Album zu Album findet heute kaum noch statt. Es geht mehr um Briefe und Stempel aus der Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegszeit. Es werden Belege gesammelt oder Ganzsachen. Das sind dann komplette Brief- oder Postkartensendungen mit Stempeln und anderen Vermerken, die Rückschlüsse auf Versender, Empfänger und Wege des Versandgutes zulassen. Einige Sammler hatten mehr als tausend Belege mitgebracht.

Der Vorsitzende des BSV Phila, Peter Aldenhofen, war mit dem Besuch im Bürgerhaus sehr zufrieden: „Schon um 9 Uhr ging es los, die Teilnehmer unter den Philatelisten strömten bis kurz vor 14 Uhr“, berichtete er erfreut. Nach seinen Angaben hatten sich mehr als fünfzig tauschwillige Sammler eingefunden. Darunter waren viele Niederländer, die Briefmarken abgeben oder tauschen wollten. Es entwickelte sich viele Fachgespräche. Fast alle Mitglieder des Vereins waren gekommen, um zu helfen und für sich neue Sammlerstücke zu finden oder Stücke abzugeben. Aldenhofen berichtete, dass sich alle sehr zufrieden mit dem Verlauf des Tages geäußert hätten.

Viel Interesse findet zurzeit die Epoche zu Beginn des 20. Jahrhunderts, vor allem durch den Ersten Weltkrieg. Der BSV Phila weist darauf hin, dass der für 6. November im TSV-Clubheim vorgesehene Vortrag von Willi Roosen über „Deutsche Portostufen: Infopost“ verlegt wird. An seiner Stelle wird am 6. November ab 19 Uhr Erwin Zimmermann über Kriegsgefangenenpost vor hundert Jahren berichten.

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