Fulminanter musikalischer Start ins neue Jahr

konzert
Die Solisten Viktoria Car und Dietmar Sander unterstützten das „Johann-Strauss-Orchester“ aus Hannover beim Auftritt in Lobberich.

Die Solisten Viktoria Car und Dietmar Sander unterstützten das „Johann-Strauss-Orchester“ aus Hannover beim Auftritt in Lobberich.

Kurt Lübke

Die Solisten Viktoria Car und Dietmar Sander unterstützten das „Johann-Strauss-Orchester“ aus Hannover beim Auftritt in Lobberich.

Lobberich. Winterliche Klänge, Wiener Hymnen und bekannte Kompositionen von Johann Strauss: Eine bunte Mischung klassischer Werke präsentierte das „Johann-Strauss-Orchester“ in der ausverkauften Werner-Jaeger-Halle.

Beim traditionellen Neujahrskonzert des Kulturkreises der Wirtschaft (KDW) waren die Hannoveraner erstmals zu Gast. „Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, dieses Orchester an den Niederrhein zu holen“, erklärten KDW-Verantwortliche zu Beginn und versprachen einen „fulminanten Start“ ins neue Jahr.

Dirigent Istvan Szentpáli griff hin und wieder auch zur Geige

Um ein klassisches Orchester-Konzert handelte es sich bei der Veranstaltung allerdings nicht. Stattdessen erzählte Moderator Philipp Beisteiner, der bereits bei WDR und MDR aktiv gewesen ist, Anekdoten zu den jeweiligen Stücken. Zudem wurde das Orchester, 1993 gegründet und unter anderem durch Rundfunk- und Fernsehauftritte bekannt, durch Gesangssolisten bereichert: Viktoria Car, die schon die „Papagena“ aus Mozarts „Zauberflöte“ im taiwanesischen Taipeh gesungen hat, unterstützte das Orchester ebenso wie Bariton Dietmar Sander. Sie sangen je zwei Soli und zweimal im Duett.

Alle weiteren Stücke waren ausschließlich instrumental. So auch der betont fröhliche „Vergnügungszug“ von Johann Strauss, der gleich zu Beginn ertönte. Danach weckten Julius Fuciks „Winterstürme“ und Gustav Paepkes schwungvolles „Auf der Rodelbahn“ Erinnerungen an verschneite Wintertage. „Das ist Musik aus einer Zeit, als der Winter noch Winter war“, kommentierte Moderator Beisteiner.

Dirigent Istvan Szentpáli leitete mit viel Spielfreude seine Musiker, griff dabei hin und wieder auch selbst zur Geige. Als krönenden Abschluss präsentierte der 66-Jährige das „Schnadahüpfl-Duett“ von Ralph Benatzky – ein Ende „ganz im Stil der Wiener Philharmoniker“, so Moderator Beisteiner. Von den Zuschauern gab es nach rund zwei Stunden viel Applaus.

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