Für die Initiative gegen Einbrüche werben Schilder. Diese will die Stadt Viersen aber nicht mehr an Straßenschildern dulden.

Für die Initiative gegen Einbrüche werben Schilder. Diese will die Stadt Viersen aber nicht mehr an Straßenschildern dulden.
Die Stadt will die Schilder der Nachbarschaft entfernen.

Die Stadt will die Schilder der Nachbarschaft entfernen.

Busch

Die Stadt will die Schilder der Nachbarschaft entfernen.

Viersen. Die Gegend rund um die Bismarckstraße gehört zu den besseren Wohngegenden Viersens. Und sie ist verkehrsgünstig gelegen. Das hat sich auch zu den Einbrechern herumgesprochen. „Immer wieder wird hier in der Gegend eingebrochen“, berichtet Joachim Haas, Anwohner seit 1967. „Da haben Einbrecher neben 2000 Euro einen BMW-Schlüssel mitgenommen und das Auto entwendet, oder sie sind an einem anderen Tag noch einmal ins Haus zurückgekehrt, um mitzunehmen, was sie beim ersten Mal zurückgelassen haben.“

Gemeinsam mit einigen Nachbarn entstand schnell die Idee: Wir Anwohner müssen zusammenhalten, können uns durch eine WhatsApp-Gruppe gegenseitig informieren – zum Beispiel, wenn Auswärtige Hauseingänge beobachten. „Die Idee stammt ursprünglich aus den Niederlanden“, berichtet Haas.

Ordnungsamt erlaubte die Schilder zunächst, nun aber nicht mehr

100 Flyer waren schnell gedruckt und an die Nachbarn verteilt. Und die Initiatoren sammelten auch Geld ein – um Schilder aufzustellen. „Rund 1000 Euro haben die sieben Schilder gekostet“, berichtet Haas. Seit kurzem hängen sie an Masten, erinnern Nachbarn daran, die Augen aufzuhalten, dienen auch der Abschreckung von Einbrechern. „Wir haben vorab die Polizei informiert, und eine Genehmigung zum Aufhängen der Schilder hat uns das Ordnungsamt der Stadt Viersen schriftlich erteilt“, so Haas.

Gestern früh aber klingelte das Telefon bei den Initiatoren. „Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes erklärte, die Schilder müssten sofort wieder abmontiert werden“, berichtet Haas. Eine Möglichkeit aber sei, dass die Schilder auf den privaten Grundstücken errichtet würden. Die Stadt Viersen will sich heute öffentlich zu dem Fall äußern.

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