Die Bezirksregierung empfiehlt einen Erweiterungsbau im Corneliusfeld. Die Stadt soll nun ein Konzept erarbeiten.

Die Bezirksregierung empfiehlt einen Erweiterungsbau im Corneliusfeld. Die Stadt soll nun ein Konzept erarbeiten.
Das Schulzentrum Corneliusfeld ist zu klein geworden. Bis Mitte 2019 muss eine Lösung dieses Problems gefunden werden. Archiv

Das Schulzentrum Corneliusfeld ist zu klein geworden. Bis Mitte 2019 muss eine Lösung dieses Problems gefunden werden. Archiv

Lübke

Das Schulzentrum Corneliusfeld ist zu klein geworden. Bis Mitte 2019 muss eine Lösung dieses Problems gefunden werden. Archiv

Tönisvorst. „Diffus“, „nicht konkret genug“ – die Schulpolitiker reihum zeigten sich jetzt im zuständigen Fachausschuss ziemlich enttäuscht. Dabei lag ihnen ein Kompromiss-Papier vor – belastbares Zahlenmaterial, mit dem Michel-Ende-Gymnasium (MEG), Rupert-Neudeck-Gesamtschule (RNG) und Verwaltung ihre zuletzt deutlichen Differenzen in der Bedarfsrechnung „Wie viele Klassen- und Fachräume benötigen wir bis 2026/27?“ beigelegt hatten.

Thomas Dudda von der Bezirksregierung Düsseldorf, zuständig für Gymnasien im Kreis Viersen, hatte moderierend mit am Tisch gesessen. Das Fazit der Standort-Analyse von Schulzentrum Corneliusfeld und Kirchenfeld liest sich in der Stellungnahme der schulfachlichen Vertreter so: Ab dem Schuljahr 2019/20, also mit Eintritt der RNG in die gymnasiale Oberstufe, „besteht für die folgenden vier Schuljahre ein deutlicher Raummangel, bedingt durch starke Oberstufenjahrgänge am MEG“. Für das Schulzentrum insgesamt ergebe sich langfristig ein dauerhafter „erheblicher Raummangel von sechs Klassenräumen“.

Wohncontainer auf dem Schulhof ist keine Dauerlösung

Der provisorische Container auf dem Schulhof (sechs Räume) sei keine Dauerlösung. Bemängelt werden die „fehlende Anbindung an das pädagogische Netz“ und „höchst problematische“ akustische Bedingungen für einen Unterricht im Klassenverband.

Empfehlung aus Düsseldorf: mittelfristiger Abbau der Container, Modernisierung des naturwissenschaftlichen Traktes des MEG und – Kernaussage: „Errichtung eines Erweiterungsbaus“.

Die Tönisvorster Stadtverwaltung hat dazu Stellung genommen: „Auf den Container kann derzeit nicht verzichtet werden. Ein mittelfristiger Ersatz durch einen Erweiterungs-/Neubau muss im Zusammenhang mit dem Zustand der naturwissenschaftlichen Fachräume gesehen werden. Aus wirtschaftlichen Erwägungen würde es hier eher Sinn machen, in einem Erweiterungsbau neue, heutigen Standards entsprechende Räume zu schaffen und die nicht mehr zeitgemäßen Fachräume in Klassenräume umzubauen.“

Damit war nach Ansicht von Bürgermeister Thomas Goßen der politische Auftrag aus einem vorherigen Schulausschuss abgearbeitet. Den Schulausschussmitgliedern allerdings war diese Vorlage nicht genug. Sie vermissten konkrete Aussagen zu: Was bauen wir aus, was neu? Was kostet es und wann setzen wir es um?

Christa Voßdahls forderte im Namen der SPD-Fraktion eine Prioritätenliste aller baulichen Anforderungen unter Einbeziehung aller Spezialimmobilien in der Stadt - also sämtlicher Schulen, Verwaltungsgebäude, Flüchtlingsunterkünfte etc. Helge Schwarz: „Unser Wunsch ist ein Gesamtkonzept für alle Schulen. Wir wollen nicht, dass uns die Luft ausgeht.“ Wolfgang Folz, stellvertretender Schulleiter des MEG, sprach noch einmal den bereits für 2019 festgestellten „deutlichen Raummangel“ an. „Mitte 2019 müssten schon tragfähige Lösungen da sein.“

Der Schulausschuss beauftragte schließlich die Verwaltung einstimmig, eine Konzeption für gegebenenfalls erforderliche Baumaßnahem im Schulzentrum zu entwickeln, einschließlich eines Zeitplans und in Abstimmung mit den Schulleitungen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer