Die Stadtverwaltung empfiehlt ein Ende des "vorhabenbezogenen B-Plan-Verfahrens" - aus rechtlichen Gründen, wie es heißt. Der Investor hat Redebedarf angemeldet.

Villa Langels
Der Park der Villa Langels in Willich soll nach Plänen eines Investors bebaut werden.

Der Park der Villa Langels in Willich soll nach Plänen eines Investors bebaut werden.

Krämer

Der Park der Villa Langels in Willich soll nach Plänen eines Investors bebaut werden.

Willich. Das kommt überraschend: Die Stadtverwaltung will die Pläne für das kleine Neubaugebiet „Villa Langels“ in Alt-Willich offenbar im Papierkorb versenken. In der Vorlage zum Planungsausschuss, der morgen tagt, heißt es: „Das Verfahren wird nicht weitergeführt und der Aufstellungsbeschluss ist aufzuheben.“ Der Ausschuss soll dies so absegnen – „aus rechtlichen Gründen“, wie die Technische Beigeordnete Martina Stall auf WZ-Nachfrage und mit Hinweis auf das „Verhalten des Bauträgers“ erklärte.

Der Beschluss zur Aufstellung eines „vorhabenbezogenen Bebauungsplanes“ war im Juni 2016 gefällt worden. Ein Investor aus Mülheim will die Fläche mit einer Größe von 6000 Quadratmetern mit bis zu elf Häusern bebauen. Dagegen setzte sich von Anfang an eine Anwohnerinitiative zur Wehr. Diese betonte, der Park sei Lebens- und Schutzraum für verschiedene Vögel- und Fledermausarten sowie zahlreiche Insekten. Die Villa, 1893 im Neo-Renaissance-Stil erbaut, steht seit 20 Jahren leer.

Zuletzt stand das Vorhaben im November auf der Tagesordnung des Planungsausschusses, wurde aber vertagt: „Es gibt noch offene Fragen“, erklärte damals der Ausschussvorsitzende Christian Pakusch (CDU). Zuvor hatte es einige Änderungen an den ursprünglichen Plänen gegeben. Was Reinhard Krämer, Sprecher der Initiative, aber als „Mogelpackung“ bezeichnete.

Der Investor soll den Wunsch haben, mit der Politik nochmals über das Vorhaben zu sprechen. Wie Christian Pakusch erklärte, werde man dem wohl nachkommen. WD

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