Manager verlässt den Club. Einen Wechsel gibt es auch in der Gastronomie.

Manager verlässt den Club. Wechsel auch in der Gastronomie.
2014 ist der Golfpark Renneshof eröffnet worden. Archiv

2014 ist der Golfpark Renneshof eröffnet worden. Archiv

Reimann

2014 ist der Golfpark Renneshof eröffnet worden. Archiv

Anrath. Große Unruhe herrscht derzeit bei den fast 700 Mitgliedern des Golfparks Renneshof. Ausgelöst werden sie offenbar durch Wechsel beim Personal: Die Sekretärin und „gute Seele“ des Clubs hat im Oktober das Unternehmen verlassen – und auch Manager Rainer Kunz steht vor einem Wechsel: Sein Ende Januar 2018 auslaufender Vertrag wird nicht verlängert, bereits am 15. November räumt er seinen Schreibtisch, da er noch diverse Urlaubstage abfeiern wird.

„Ich wäre gerne geblieben und verlasse den Renneshof schweren Herzens“, erklärt Rainer Kunz auf Anfrage der WZ. Doch Hans Schlickum als Investor und Inhaber des Golfparks habe ihn schon vor zwei Monaten darüber informieren, dass er die Geschäfte künftig selbst in die Hand nehmen wolle.

Schlickum, der beruflich als Manager Getriebe-Schaltungen für die Automobilindustrie verkauft, ist bei den Mitgliedern allerdings nicht unumstritten. „Der Mann ist im Golf nicht zuhause. Er spielt selbst gar nicht, sondern betrachtet den Club nur als Renditeobjekt“, heißt es in einer anonymen E-Mail, die offenbar ein Mitglied der WZ zugeschickt hat. Vorgaben beim Start des Clubs vor drei Jahren, bis Ende 2018 mehr als 1000 Mitglieder zu haben, seien unrealistisch gewesen.

Auch in der Golf-Gastronomie gibt es angeblich personelle Schwierigkeiten. Mit Aushilfskräften habe man Löcher stopfen wollen, was bei größeren gesellschaftlichen Veranstaltungen und Turnieren jedoch zu erheblichen Problemen geführt habe. „Viele Mitglieder nutzen die Gastronomie gar nicht mehr, da die Qualität deutlich abgenommen hat“, heißt es in der Mail.

Rainer Kunz bestätigte auf Anfrage lediglich, dass es dort zum Saisonstart im nächsten Jahr einen Wechsel geben werde. Anders als in der Mail behauptet, planten die beiden Pro‘s (Golftrainer) Steffen Wilcke und Andy Trevor-Owen aber nichts derartiges: „Sie haben gültige Verträge.“

Pikant am Rande: Offiziell gibt es gar keine Betriebserlaubnis des Kreises Viersen für den Golfplatz, sondern nur eine Duldung der Anlage. Hintergrund: Für die beiden vor vielen Jahren direkt am historischen Renneshof eingerichteten Übungsplätze (Putting Greens) gab es nie eine Baugenehmigung Der Kreis möchte, dass dort wieder Obstbäume gepflanzt werden. Über einen 2016 nachtäglich eingereichten Bauantrag ist bis heute nicht entschieden worden. Folge: Angebliche buhlen schon andere Golfclubs aus der Region um Mitglieder vom Renneshof.

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