25-jähriger St. Töniser wird bei Unfall lebensgefährlich verletzt. Auch seine Feuerwehr-Kameraden sind geschockt.

25-jähriger St. Töniser wird bei Unfall lebensgefährlich verletzt.
Durch den seitlichen Aufprall auf einen Baum wurde das Auto fast bis zur Unkenntlichkeit zerstört.

Durch den seitlichen Aufprall auf einen Baum wurde das Auto fast bis zur Unkenntlichkeit zerstört.

Jamie Wuestenhagen

Durch den seitlichen Aufprall auf einen Baum wurde das Auto fast bis zur Unkenntlichkeit zerstört.

Tönisvorst. Bei einem schweren Verkehrsunfall ist am späten Sonntagabend ein 25-jähriger St. Töniser lebensgefährlich verletzt worden. Gegen 22.45 Uhr fuhr er mit seinem Auto von St. Tönis in Richtung Vorst. Auf gerader Strecke kam der Wagen auf der St. Töniser Straße nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte seitlich gegen einen Baum. Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass das Auto in zwei Teile gerissen wurde.

Um 22.46 Uhr erfolgte die Alarmierung der Rettungskräfte. Ein ehrenamtlicher Feuerwehrmann und Rettungsassistent, der in der Nähe wohnt, begab sich sofort zur Unfallstelle. Er konnte dort weitere zivile Ersthelfer, die bereits Hilfe leisteten, wirkungsvoll unterstützen.

Nach sechs Minuten trafen der Löschzug Vorst und Sonderfahrzeuge des Löschzuges St. Tönis am Unfallort ein. Ihnen bot sich ein Bild der Zerstörung: Der Pkw-Kombi war in mehrere Teile zerrissen worden, der Fahrer, der allein unterwegs war, befand sich noch im Fahrzeug. Der junge Mann wurde umfangreich erstversorgt und konnte dann, ohne den Einsatz von technischen Rettungsgeräten, aus dem Auto befreit werden. Der Patient kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in den Schockraum eines Krankenhauses in Krefeld. Die Polizei sperrte die Unfallstelle bis etwa 1.50 Uhr ab. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

Der an sich schon belastende Einsatz wiegt für die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr Tönisvorst noch schwerer, da es sich bei dem 25-jährigen Unfallopfer um einen der „Ihren“ handelt, der bei der Feuerwehr seit Jahren sehr engagiert im Einsatz ist. Auch sein Vater ist schon sehr lange aktives Mitglied in der St. Töniser Feuerwehr.

Bereits an der Unfallstelle wurden die zivilen Ersthelfer und die eingesetzten Feuerwehrkameraden durch Notfallseelsorger betreut. Nach der Beendigung der Einsatzmaßnahmen, also nach gut zwei Stunden, begaben sich alle eingesetzten Kräfte für eine Nachbesprechung zum Feuerwehrgerätehaus St. Tönis. Im Laufe des Montags gab es für alle ehrenamtlichen Kräfte weitere Gesprächsmöglichkeiten und -angebote mit fachlich ausgebildeten Notfallseelsorgern. „Die Mitglieder der Gesamtwehr Tönisvorst sind in Gedanken bei ihrem Feuerwehrkameraden und bei seiner Familie“, sagte gestern Markus Hergett, Pressesprecher der Feuerwehr. WD

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