In St. Tönis waren viele liebevoll gestaltete Kostüme zu sehen. Für die Zuschauer gab’s auch Äpfel.

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Kakteen und Cowboyhüte: Auch der „Wilde Westen“ war in St. Tönis vertreten.

Kakteen und Cowboyhüte: Auch der „Wilde Westen“ war in St. Tönis vertreten.

Bis Ostern ist es nicht mehr lange hin. An diese Tatsache erinnerte eine schmucke Häschen-Gruppe die St. Töniser.

Ein ganz besonderer Hingucker waren die Tintenfische, die beim Michael-Ende-Gymnasium „mitschwammen.“ Fotos (3): Kurt Lübke

www.wz-niederrhein.de, Bild 1 von 3

Kakteen und Cowboyhüte: Auch der „Wilde Westen“ war in St. Tönis vertreten.

St. Tönis. Ein Prinzenpaar und eine Königin, das hat es noch nie gegeben beim Tulpensonntagszug in St. Tönis. Erstmals winkte nicht nur das Prinzenpaar des Tönisvorster Karnevalskomitees, Wolfgang I. und Gabi I., den Narren zu: Mit der Apfelkönigin Annica I. fuhr noch eine zweite Majestät im schmucken Wagen durch den Ort. Mit der Gruppe „Die frechen Früchtchen“ war Annica Lambertz unterwegs. Statt Kamelle gab es – wie sollte es anders sein? – von ihr gesunde Äpfel fürs Volk. „Die werden aber nicht geworfen, die überreiche ich lieber selber“, sagte Annica.

Das Michael-Ende-Gymnasium stellte die größte Gruppe

Dafür warfen die anderen Gruppen den zahlreichen Zuschauern drei Stunden lang großzügig Süßes und Brauchbares zu. So etwa die Wasserwesen vom Michael-Ende-Gymnasium. Mit 222 Teilnehmern stellte die Tönisvorster Schule die größte Gruppe. Haie und Quallen, Meerjungfrauen, Wassermänner und sehr originelle Tintenfische waren zu sehen. Unter dem Motto „Wir heben verborgene Schätze“ hatten die Schüler, Eltern und Lehrer sich als Wasserwesen frei nach „Jim Knopf und die wilde 13“ verkleidet.

Auch eine Gruppe weißer Hühner hatte sich unter die Zugteilnehmer gemischt. „Wir machen ein bisschen Werbung für unser neues Stück“, erzählte Tanja Esters von der Kinderbühne. „Die wilden Hühner“ heißt das Stück, und es feiert am 28. Februar im Corneliusforum Premiere. Ein bisschen Werbung machten auch die 50 Schüler, Eltern und Lehrer der Sekundarschule Tönisvorst. „Unsere Schule ist (k)ein Hexenwerk“ hieß das Motto, das die zahlreichen Zauberlehrlinge vor sich her trugen.

Sehr originell waren wieder die Kostüme der Fußgruppe „Fies gelb“. Mit orientalischen Hüten auf dem Kopf und fliegenden Teppichen um die Hüften waren die 30 Mitglieder unterwegs. „Immer auf dem Teppich bleiben“ stand auf dem Handwagen, aus dem zwei große Zwiebeltürmen ragten. Als Schneewittchen und die sieben Zwerge, als gestiefelter Kater, als König, Hexen und Magier war der Krefelder Freundeskreis dabei.

Als Flugbegleiterinnen und Flugkapitäne war die Turnerschaft St. Tönis unterwegs – nicht nur einer der größten Vereine des Ortes, mit 90 Teilnehmern auch die zweitgrößte Gruppe des Tulpensonntagszugs.

Den krönenden Abschluss aber bildete der schmucke Prinzenwagen von Wolfgang I. und seiner Lieblichkeit Gabi I. Mit bunten Sambafächern in 3-D-Optik aufwendig gestaltet, war das Gefährt ein echter Hingucker. wic

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