107 Jungen und Mädchen klopfen bis Samstag an 1000 Türen in St. Tönis.

Kirche
„Klopft an Türen – pocht auf Rechte“ – das ist das Leitwort der Sternsingeraktion 2012, an der in der St. Töniser Gemeinde St. Cornlius 107 Kinder und Jugendliche und 33 Gruppenbegleiter teilnehmen.

„Klopft an Türen – pocht auf Rechte“ – das ist das Leitwort der Sternsingeraktion 2012, an der in der St. Töniser Gemeinde St. Cornlius 107 Kinder und Jugendliche und 33 Gruppenbegleiter teilnehmen.

Achim Hüskes

„Klopft an Türen – pocht auf Rechte“ – das ist das Leitwort der Sternsingeraktion 2012, an der in der St. Töniser Gemeinde St. Cornlius 107 Kinder und Jugendliche und 33 Gruppenbegleiter teilnehmen.

St. Tönis. Jonas Diener und Jan Bongartz rufen ihre Könige und Sternträger zusammen. Kaspar, Melchior und Balthasar müssen zum Bürgermeister. Jonas und Jan, beide 15, wissen, wo es langgeht. Sie waren schon drei Mal als Sternsinger in St. Tönis unterwegs.

Nun sind sie zum zweiten Mal Gruppenleiter und begleiten fünf Jungs in königlichen Samtgewändern: Jonas’ Bruder Nils ist dabei, dessen Klassenkameraden Benedikt Csuri und Cedric Jansen aus der 6c des Michael-Ende-Gymnasiums, außerdem die Brüder Philipp und Cedrik Kobow. Philipp ist Schüler der Realschule Leonardo-da-Vinci, Cedrik besucht die Hauptschule Kirchenfeld.

„Wir sind die Stimme der Kinder, die stumm am Rande stehen.“
Mottolied der Sternsinger

Gabi Bertenburg, die gemeinsam mit Hannelore Volmer den Aussegnungsgottesdienst vorbereitet hat, bittet die Kinder, die mit ins Rathaus ziehen, die Rollen zu verteilen. Der Segenstext der Heiligen Drei Könige soll beim Hausbesuch im Rathaus genauso gut klingen wie das Lied, das vor den Häusern Türen und Geldbeutel öffnen soll.

Philipp und Cedrik sprechen die Strophen der Sternträger. Jonas Diener wird den Segen anschreiben. Gleich ziehen die Sternsinger gestärkt und fröhlich aus der Pfarrkirche St. Cornelius.

„Wir sind die Augen der Kinder, die niemand ins Helle führt.“
Lied „Wir klopfen an eure Tür“

Über 100 gekrönte Häupter sitzen dicht an dicht in den ersten Kirchenbänken. Festlich, ja königlich sehen sie aus in ihren roten, blauen, grünen oder bestickten Samtumhängen. Einer hat seine stattliche, 30 Zentimeter hohe Krone mit Folie eingepackt – ein glänzender Regenschutz.

In diesem Jahr heißt das Motto der Sternsinger-aktion „Klopft an Türen – pocht auf Rechte“. Spenden werden für bedürftige Kinder in Nicaragua gesammelt.

Bis zum 7. Januar sind 107 Kinder und Jugendliche als Sternsinger in St. Tönis unterwegs. 33 Gruppenleiter begleiten sie durch die Gemeinde St. Cornelius und besuchen 1000 Haushalte.

Am Montag fand der Wortgottesdienst zur Aussendung der St. Töniser Sternsinger in der Pfarrkiche St. Cornelius statt, organisiert und geleitet von Hannelore Volmer und Gabi Bertenburg, unterstützt durch zahlreiche Sternsinger.

Hannelore Volmer verspricht den Kindern, „gleich den Kran dort oben abzudrehen, damit es heute nicht mehr so regnet“. Sie gibt allen ihre guten Wünsche mit auf den Weg. „Ihr bringt vielen Familien Freude ins Haus. Die warten schon auf euch.“

Anschließend verteilt sie die gesegnete Kreide in den Reihen der Sternsinger.

„Wir klopfen an eure Tür. Kommt, sorgt mit uns dafür, dass Kinder leben, (. . .) dass Kinder lebendig sind.“
Refrain des Mottoliedes

Am Montag sind die ersten der 1000 St. Töniser Haushalte besucht worden. „Wir sind für die Hoteser Straße eingeteilt“, sagt Jan Bongartz. Cedrik trägt den Stern hoch über dem Kopf aus der Pfarrkirche, die goldene Seite nach außen. Hinten klebt die Kopie des Segenstextes. Sicher ist sicher. . .

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