Der Mann ist wegen Betruges verurteilt.

Tönisvorst. Die Stadt Tönisvorst hat sich vom langjährigen Leiter des Schwimmbades H2Oh getrennt. Rainer S. aus Nettetal-Kaldenkirchen erhielt jetzt die außerordentliche Kündigung.

Ende September war der 41-Jährige in Krefeld wegen Sozialversicherungsbetrugs in 117 Fällen zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Zusätzlich musste er 1800 Euro Strafe zahlen. Nach dem Urteil hatten sich die Gremien des Stadtrates mit der Personalie befasst und die Entscheidung zur Entlassung mitgetragen.

S. war für die Einstellung des Personals zuständig. Über Jahre hinweg hatte er zu geringe „offizielle“ Arbeitszeiten und Lohnsummen geltend gemacht. Die im Schwimmbad beschäftigten 400-Euro-Kräfte häuften so Überstunden an, die dann zum Beispiel in Form von Urlaubsgutscheinen vergütet wurden.

Bei dem Prozess war Rainer S. von Anfang an geständig – ganz im Gegensatz zum Geschäftsführer der damaligen externen Betreiberfirma GMF. Der 54-Jährige hatte immer wieder betont, nichts von dem Betrug gewusst zu haben. Das hatte das Gericht ihm nicht abgenommen und ihn zu einem Jahr und vier Monaten Haft verurteilt.

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