Im Liegenschaftsausschuss war zu hören, dass Außenstehende im Sommer Fotos von Kindern in Badesachen machen würden.

Im Liegenschaftsausschuss war zu hören, dass Außenstehende im Sommer Fotos von Kindern in Badesachen machen würden.
Der Kindergarten „Mullewapp“ an der Feldstraße soll keine zusätzlichen Zäune oder Abschottungen bekommen.

Der Kindergarten „Mullewapp“ an der Feldstraße soll keine zusätzlichen Zäune oder Abschottungen bekommen.

Kurt Lübke

Der Kindergarten „Mullewapp“ an der Feldstraße soll keine zusätzlichen Zäune oder Abschottungen bekommen.

Tönisvorst. „Ist das wirklich sinnvoll, wenn man den Kindergarten einmauert?“ So fragte etwas überspitzt Fachbereichsleiter Marcus Beyer im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing, Gebäudemanagement und Liegenschaften. Er nahm Bezug auf die städtische Kindertagesstätte „Mullewapp“ an der Feldstraße. Die CDU hatte eine Anfrage gestellt.

Trägervertreter hatten bei der jüngsten Versammlung neben einigen baulichen Mängeln ausgeführt, dass es insbesondere in den Sommermonaten häufiger vorkomme, dass von der Straße und der „Beachwiese“ Außenstehende Fotos machen würden, wenn die Kinder dort in Badesachen umhertollen.

Zusätzliche Einzäunungen oder Abschottungen wurden aber nicht beschlossen. Roland Gobbers (Grüne), der selbst seinen Sohn in dieser Einrichtung betreuen lässt, regte an, die Bepflanzung an dem Bürgersteig entlang zu verdichten, „aber auf keinen Fall den Kindergarten zuzubauen“. Für die CDU sagte Alexander Decher, dass man jetzt den Fokus darauf richte und erst einmal die weitere Entwicklung beobachten wolle. Michael Horst (SPD) riet den Kindergärtnerinnen oder den unmittelbaren Anwohnern, wenn sie dort Personen mit Fotoapparaten beobachten, sofort die Polizei zu rufen.

Ein Problem würde dort nach wie vor, so Roland Gobbers, die Eingangstür verursachen, deren Schließmechanismus nicht richtig funktioniere. Beyer will sich darum kümmern. Und sagte zudem, dass jetzt im Außengelände ein zusätzlicher Lautsprecher installiert werde, der für eine bessere Verständigung der Erzieherinnen untereinander und mit dafür sorgen soll, dass die Kinder nicht unbemerkt die Einrichtung verlassen.

In der Sitzung ging es auch um ältere Kinder: Wie schon der Schulausschuss stimmte jetzt auch der Ausschuss für Gebäudemanagement zu, mit der digitalen Infrastruktur an der St. Töniser Gemeinschaftsgrundschule Corneliusstraße und an der katholischen Grundschule Schulstraße, ebenfalls in St. Tönis, zu beginnen. Letztlich entscheidet darüber der Rat am 21. Dezember.

Finanziert wird das Ganze vom NRW-Projekt „Gute Schule 2020“. Dabei geht es um den Breitbandanschluss, um die Verkabelung, das WLAN und um die Server, aber nicht um die Endgeräte.

Der Liegenschaftsausschuss wünschte noch einen Kosten-check, da ihm einige Positionen zu hoch angesetzt schienen. Marcus Beyer von der Verwaltung relativierte, dass man verpflichtet sei, bestimmte Gerätschaften vom Kommunalen Rechenzentrum (KRZN) zu übernehmen.

Für die Schule Corneliusstraße wurden für die verschiedenen Pakete Gesamtkosten von rund 87 300 Euro ermittelt. Für die katholische Grundschule Schulstraße waren es 90 100 Euro.

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