Der neue König der Vorster Junggesellen ist Niklas Gierthmühlen. Zum 450-jährigen Bestehen der Bruderschaft ist einiges geplant.

Schützenfest
Der 248. Schuss brachte den Sieg. V.l.: Claudia Janßen, Christian Funken, König Niklas Gierthmühlen, Maria Reiners, Thorsten Jäger und Kathrin Köhler.

Der 248. Schuss brachte den Sieg. V.l.: Claudia Janßen, Christian Funken, König Niklas Gierthmühlen, Maria Reiners, Thorsten Jäger und Kathrin Köhler.

Lübke

Der 248. Schuss brachte den Sieg. V.l.: Claudia Janßen, Christian Funken, König Niklas Gierthmühlen, Maria Reiners, Thorsten Jäger und Kathrin Köhler.

Vorst. Der Weihnachtsschmuck war am Demandthof noch sichtbar, die Temperaturen nicht winterlich, doch der Wind heftig und der Regen stark, als am vorigen Samstag in der Huverheide der Jubiläumskönigsvogelschuss der Bürger Junggesellenschützenbruderschaft begann.

Einige hundert Besucher hatten sich zum Jubiläumsvogelschuss eingefunden. Rasch setzte sich ein Trio ab, das um die Königswürde schoss. Früh war klar, dass am Ende der Glücklichere den königlichen Schuss abgeben würde, denn die Bedingungen waren nach den schweren Regenfällen widrig.

Das Zielen liegt der Königin im Blut

Weitaus früher als geplant – und von vielen gedacht – fiel der Vogel. Mit dem 248. Schuss war es soweit: Da gab der 20-jährige angehende Schlossermeister Niklas Gierthmühlen den finalen Schuss ab. Er darf sich nun Jubiläumskönig der Bruderschaft nennen. Seine Minister beim Wettbewerb waren Christian Funken und Thorsten Jäger.

Maria Reiners ist die neue Königin. Sie konnte sich wohl viel Rat bei ihrem Vater Robert holen, denn der war in Vorst bereits Schützenkönig. Die Ministerdamen sind Claudia Janßen und Katrin Köhler. Philipp Reiners ist Fähnrich, Bernd Schneider fungiert als Hauptmann beim Schützenfest. Als General tritt Christian Kohnen auf und Michael Kohnen übt das Amt des Generalsfeldmarschalls aus.

Ein ausgiebiges Programm zum großen Jubiläum

Als die Bruderschaft schon feierte, machte sich nach alter Tradition der Meldereiter auf den Weg. Er übermittelte den Bürgern, den Eltern des neuen Dreigestirns und dem Vorster Pfarrer die Ergebnisse. Die 450 Jahre alte Bruderschaft wird ihren Krönungsball im Haus Vorst am 1. Februar feiern.

In Vorst entstand – laut einer im 2. Weltkrieg verloren gegangenen Urkunde – im Jahr 1564 die „Bürger Junggesellen“ aus der St. Sebastianus Bruderschaft. Somit seien auch heute alle Junggesellen, die zur Pfarre Vorst gehören, im Verein willkommen.

 Im Mittelalter stand jeder Zusammenschluss unter der Obhut der Kirche. Deshalb verehrt jede Vorster Bruderschaft einen Kirchenpatron, der sie schützen soll. Die St. Sebastianer verehren den Heiligen Sebastianus und die Bürger die Mutter Gottes.

Das große Jubiläumsschützenfest beginnt dann am 1. Mai. Bereits Ende April werden die Prunkbäume an zwei Tagen gesetzt, ehe zusammen mit der Vorster Kirmes die Bürger Junggesellen vom 1. bis zum 10. Mai ihr Jubiläumsschützenfest feiern.

Dazu gehören unter anderem Umzüge, ein Fackel- und Festzug, die Gotthardus–Prozession, eine Festmesse sowie Bälle im Zelt.

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