Die ersten Wohnungen sollen im Februar fertig werden. Neuer Pächter für die Gastronomie wird Zur-Linde-Inhaber Vlado Vukovic.

Die ersten Wohnungen sollen im Februar fertig werden. Neuer Pächter für die Gastronomie wird Zur-Linde-Inhaber Vlado Vukovic.
Zimmermann Sebastian Gößl von der Zimmerei Höller aus Köln sprach den Richtspruch. Fotos (4): Friedhelm Reimann

Zimmermann Sebastian Gößl von der Zimmerei Höller aus Köln sprach den Richtspruch. Fotos (4): Friedhelm Reimann

Zimmermann Sebastian Gößl von der Zimmerei Höller aus Köln sprach den Richtspruch. Fotos (4): Friedhelm Reimann

St. Tönis. „Endlich ist es geschafft, zumindest der Rohbau steht schon einmal“, sagt Michael Zacher, Geschäftsführer des Kürtener Bauträgers „Census Real Estate“. Er steht mit vielen Gästen, darunter einige neue Teil-Eigentümer und Vertreter der bauausführenden Firmen, im Haupthaus des Mertenshofes. Es wird Richtfest gefeiert. Jetzt ist nach einigen Verzögerungen ein Ende der Bauphase in Sicht.

Kurz vor dem Richtspruch durch Zimmermann Sebastian Gößl sagt Architekt Georg Häck der WZ, dass die zwölf seniorengerechten Wohnungen in den beiden Seitenflügeln voraussichtlich im Februar nächsten Jahres fertiggestellt sein werden. Der Mitteltrakt mit der neuen Gastronomie unten und den vier Maisonettewohnungen sowie den zwei kleineren Wohnungen in den oberen Geschossen dann wahrscheinlich im Mai 2018.

Statische Herausforderungen sorgten für Verzögerung

Michael Zacher, der als den wesentlichen Grund der Verzögerung statische Gründe und dadurch erforderliche neue Berechnungen beziehungsweise aufwendigere Maßnahmen als ursprünglich angenommen nennt, dankt insbesondere dem Architektur-Büro, „dass ihr diese statischen Herausforderungen gemeistert habt“.

Zacher begrüßt bei der Feierstunde neben den Handwerkern, darunter das Krefelder Rohbauunternehmen Stratumer Bau, auch den Tönisvorster Bürgermeister Thomas Goßen und Vertreter des „Alter-nativen Seniorenbüros“ aus Tönisvorst. Für den Verein war der alte Mertenshof bis Ende 2016 das Zuhause. Aufgrund des Bauvorhabens sind die Alternativen seit Januar 2017 in einigen Containern direkt neben einem Seitenflügel untergebracht. Ihnen werden im Mitteltrakt des Neubaus neben der Gastronomie andere Räume zur Verfügung gestellt. Auf Nachfrage der WZ sagt der Vereinsvorsitzende, Peter Pliester: „Eigentlich fühlen wir uns entgegen erster Befürchtungen in den Containern sehr wohl und wir hoffen, dass wir unsere Arbeit auch in den neuen Räumlichkeiten nahtlos fortsetzen können.“

17 von 18 Wohnungen sind schon verkauft

Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass es noch in diesem Jahr zum Umzug des Vereins kommt. Dies war aber nicht zu schaffen.

17 der 18 Wohnungen sind dort verkauft. Nahezu ausnahmslos an Eigentümer, die die Räume weiter vermieten. Eine der oberen Maisonettewohnungen, 129 Quadratmeter groß, ist noch frei; der Quadratmeterpreis dieser Eigentumswohnung beträgt 3980 Euro. Noch kurz vor dem Richtfest hatten sich Interessierte diese letzte freie Immobilie angeschaut.

Bis zuletzt wurde der Name des Pächters der Gastronomie geheim gehalten. Als die WZ im September in ihrer Serie „Auf ein Bierchen“ den St. Töniser Gasthof „Zur Linde“ vorstellte, hatte Inhaber Vlado Vukovic bereits angedeutet, dass er sich wahrscheinlich neben dem Gasthof und der „Bayernstube“ noch an ein weiteres Projekt heranwagen werde. Jetzt ist es amtlich. Gerade ist die Tinte unter dem Pachtvertrag trocken. Vlado Vukovic wird direkt nach Fertigstellung die Gastronomie im neuen Mertenshof übernehmen. Beim Richtfest hatte der 53-jährige Hotelier bereits das Catering übernommen.

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