Willicher Kämmerer Kerbusch weist Kritik aus Tönisvorst zurück.

Willicher Kämmerer Kerbusch weist Kritik aus Tönisvorst zurück.
Willy Kerbusch ist verärgert über Kritik aus Tönisvorst.

Willy Kerbusch ist verärgert über Kritik aus Tönisvorst.

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Willy Kerbusch ist verärgert über Kritik aus Tönisvorst.

Willich/Tönisvorst. Der Ton zwischen den Städten Willich und Tönisvorst wirkt zunehmend gereizt. Anlass bissiger Bemerkungen ist der Plan des Kreises Viersen, das Rettungswesen neu zu ordnen. In diesem Zusammenhang empfiehlt ein Gutachter den Bau einer Rettungswache in Tönisvorst – was wohl die Schließung der neuen Anrather Wache zur Folge hätte.

Im Stadtrat hatte der Tönisvorster Bürgermeister Thomas Goßen in dieser Angelegenheit jüngst eine „saubere Gesprächsatmosphäre“ angemahnt – und dabei den Willicher Kämmerer Willy Kerbusch in den Blick genommen. Dieser hatte seinem Kreiskollegen einige Tage zuvor der „Flegelei“ bezichtigt.

Auf die Ermahnung aus Tönisvorst reagiert Kerbusch nun „irritiert bis verärgert“. Er stehe zu seiner Aussage: „Ich halte es nach wie vor für eine Flegelei, wenn – obwohl das noch zu diskutierende und modifizierende Gutachten uns und unseren Gremien noch gar nicht vorliegt – vom Kreiskämmerer schon mit Aussagen und dem Festlegen von Grundstücken auf kaltem Wege Fakten geschaffen werden. Und diesen Eindruck teilt in Willich der zuständige Fachausschuss über alle Parteigrenzen hinweg.“

Sachlich sei dies gut nachzuvollziehen, so Kerbusch: Der offensichtlich favorisierte Plan des Kreises in Sachen Rettungswesen ergebe in allen Belangen „Nachteile, konkret längere Rettungszeiten für die Anrather und Neersener“ – und das sei aus Willicher Sicht weder nachvollziehbar noch akzeptabel.

Kerbusch: „Eine ,saubere Gesprächsatmosphäre´ ist ja prima, saubere Lösungen im Sinne der Bürger sind mir aber deutlich wichtiger. Und dafür werden wir uns weiter einsetzen.“

Landrat Andreas Coenen hat derweil auf einen Vorwurf der SPD-Kreistagsfraktion reagiert, wonach die im Rettungsdienst handelnden Personen nicht in die Planung einbezogen würden. „Die Träger und Mitarbeiter der Rettungswachen im Kreis Viersen werden selbstverständlich in die Rettungsdienstbedarfsplanung einbezogen. Gespräche sind für die Zeit nach der Sommerpause vorgesehen“, betont Coenen. Und ergänzt: „Zu der ‘Blaulichtkonferenz’ der SPD sind weder der Kreis noch der Gutachter eingeladen worden.“ WD

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