Ein Grund dafür: Ärger mit Nachbarn.

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Stefan Reepen (M.) gibt sein Café an der Hochstraße auf. Stammgäste wie Inga Jennen und Volkmar Scholl werden es bedauern.

Stefan Reepen (M.) gibt sein Café an der Hochstraße auf. Stammgäste wie Inga Jennen und Volkmar Scholl werden es bedauern.

Lübke

Stefan Reepen (M.) gibt sein Café an der Hochstraße auf. Stammgäste wie Inga Jennen und Volkmar Scholl werden es bedauern.

St. Tönis. Diese Nachricht wird viele St. Töniser traurig machen: Stefan Reepen schließt am 20. Februar sein beliebtes Café an der Hochstraße. Zehn Jahre lang hatte er in den 100 Quadratmeter großen Räumen und an den Tischen vor der Tür seine Gäste willkommen geheißen.

„Der ganze Ärger im Umfeld wird mir einfach zu viel“, sagt der Gastronom. Immer wieder habe es Beschwerden wegen Lärm- und Geruchsbelästigungen gegeben. Auch Bußgelder habe er zahlen müssen, wenn die Gäste draußen an einem schönen Sommerabend zu laut waren. Das Fass zum Überlaufen brächten nun aber neue Auflagen der zuständigen Veterinärbehörde der Kreisverwaltung.

Um Lärm und Gerüche zu mindern, müssten im Reepen’s nämlich umfangreiche Umbaumaßnahmen angepackt werden. Allein dafür müsste er mehr als 20 000 Euro investieren. Doch schon jetzt laufe das Café viel schlechter als früher: „Die Leute müssen stärker aufs Geld gucken, bestellen dann lieber nur ein halbes Brötchen anstatt ein komplettes Frühstück.“ So hohe Investitionen lohnten dann einfach nicht mehr.

Die Küche wird bis zum letzten Moment genutzt

Seine Mitarbeiter – aktuell sind es drei feste und sechs Aushilfen – wissen Bescheid. „Ich versuche, sie alle bei Kollegen unterzubringen“, sagt Stefan Reepen. Den Party- und Canapé-Service werde er weiterhin anbieten, sogar ausbauen. „Im Café schließe ich am 20. Februar um 18.30 Uhr aber die Tür ab.“ Bis Ende Februar werde er die Räume anschließend zurückbauen. Als Letztes komme die Küche raus: „Ich habe mich mit meinem sehr fairen Vermieter darauf geeinigt, sie bis Ende des Monats noch nutzen zu können, da ich in dieser Zeit einige große Buffets liefern muss.“

Was aus dem bisherigen Café wird, weiß Stefan Reepen nicht. Er habe nur gehört, dass das Ladenlokal mit dem benachbarten Deko-Laden zusammengelegt werde, der ebenfalls in Kürze schließe.

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