Die UWT richtet herbe Vorwürfe an die Stadtspitze.

Tönisvorst. Mit „heftig“ ist die Kritik noch äußerst vorsichtig umschrieben, die die Unabhängige Wählergemeinschaft Tönisvorst (UWT) an der Stadtspitze äußert. Grund ist, dass die zunächst für den 21. Januar abgesagte Ratssitzung abgesagt wurde.

„Bürgermeister und Kämmerin ruhen sich auf Kosten der Tönisvorster BürgerInnen und Unternehmen aus“, schreibt UWT-Vorsitzender und stellvertretender Fraktions-Chef Michael Lambertz. Mit Unterstützung der SPD, großen Teilen der CDU, Grünen und der GUT würden die Tönisvorster zur Kasse gebeten.

Kritik an der Reihenfolge der Beschlüsse

Der Zorn von Lambertz richtet sich auch gegen das Verfahren in der jüngsten Ratssitzung, in der unmittelbar nach der Einbringung des Haushalts bereits Steuererhöhungen fürs nächste Jahr beschlossen worden waren. „Man sollte erst in Haushaltsberatungen eintreten, bevor man eine Steuererhöhung durchführt und nicht umgekehrt“, so Lambertz.

Außerdem sollten im Stadtrat Einsparvorschläge beraten werden. Dass dann die Verwaltung, die Ratssitzung wegen mangelndem Beratungsbedarf absagen könne, nehme die Wählervereinigung „mit Erstaunen“ zur Kenntnis.

Auf Nachfrage der WZ reagierte die Stadtverwaltung. „Ja, die Sitzung wurde am 5. Januar abgesagt“, bestätigt Pressesprecherin Catharina Perchthaler. Das sei durch Kämmerin Nicole Waßen in Vertretung des Bürgermeisters geschehen. Die Begründung sei, dass es keinen Beratungsbedarf gebe.

Die Erklärung der Unabhängigen löst bei den anderen Parteien ein zum Teil heftiges Echo aus.

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