Stadt hat kein Geld zur Teilnahme an Großveranstaltung.

Freizeit
Im vergangenen Sommer gab es auf dem Vorster Marktplatz einen Haltepunkt beim Radwandertag.

Im vergangenen Sommer gab es auf dem Vorster Marktplatz einen Haltepunkt beim Radwandertag.

Reimann

Im vergangenen Sommer gab es auf dem Vorster Marktplatz einen Haltepunkt beim Radwandertag.

Tönisvorst. Zum 20. Mal gibt es im kommenden Sommer den Niederrheinischen Radwandertag (NRWT). Das kleine Jubiläum steigt am 3. Juli, über 70 Städte und Gemeinden sind dabei, rund 30.000 Teilnehmer werden erwartet. Allerdings nicht in Tönisvorst: Die Verwaltungsspitze hat sich dazu entschlossen, an der Großveranstaltung in diesem Jahr nicht teilzunehmen.

1.000 Euro plus Personalkosten sind der Stadt zu viel

„Das hat finanzielle Gründe“, erläutert Stadt-Pressesprecherin Catharina Perchthaler. Schon im vergangenen Jahr habe man die Veranstaltung nur durch überplanmäßige Mittel stemmen können, in den Jahren davor sei die Sparkassenstiftung eingesprungen. 1.000 Euro plus Personalkosten müssten kalkuliert werden. In Zeiten, in denen die Stadt sparen müsse, sei das nicht zu leisten – „zumal die Zahl der Teilnehmer zuletzt sehr übersichtlich war“.

Im Juli 2010 war der Vorster Markt Start- und Zielpunkt gewesen. 331 Radler machten sich damals dort auf den Weg, Bürgermeister Thomas Goßen gab den Startschuss. Geboten wurde ein kleines Programm mit Musik, Tombola, Familienrallye und Rad-Service. Auch die 410 Teilnehmer, die in anderen Orten aufgebrochen waren und Vorst passierten, konnten am Programm teilnehmen.

Im Juli dieses Jahres soll Tönisvorst beim Radwandertag trotz allem nicht außen vor bleiben. „Mein Ziel ist es, zumindest einige Strecken durch die Stadt zu führen“, erläutert Christoph Dellmanns, Pressesprecher der Stadt Kempen und regionaler Koordinator für den Radwandertag im Kreis Viersen.

Möglicherweise schon zerschlagen hat sich jedoch eine Zusammenarbeit mit einer „Arbeitsgemeinschaft NRWT 2011 mit Tönisvorst“. Diese hatte nach der Absage durch die Verwaltungsspitze die Absicht geäußert, den Radwandertag in der Apfelstadt zu organisieren. Nach einer sehr unerfreulichen Mail des Sprechers dieser Initiative, in der auf sprachlich niedrigstem Niveau ein Mitarbeiter der Tönisvoster Stadtverwaltung sowie weitere Personen angegriffen wurden, erklärte Christoph Dellmanns die Zusammenarbeit mit diesem Herren aber für beendet. „Ich bitte Sie daher, die Organisation des Radwandertages für die Stadt Tönisvorster niederzulegen“, fordert er den St. Töniser in einer E-Mail auf. Für ein Gespräch mit Vertretern der Stadt Tönisvorst stehe er aber weiter zur Verfügung, so Christoph Dellmanns.

Die Stadt Willich wird sich nach Auskunft von Dellmanns auch 2011 beim Radwandertag beteiligen.

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