Das befürchtete Verkehrschaos durch die neue Filiale an der Ringstraße in St. Tönis ist ausgeblieben. Amtsleiter Wolfgang Schouten sieht Erfolg unter anderem durch „regelmäßige Kontrollen“.

Das befürchtete Verkehrschaos durch die neue Filiale an der Ringstraße in St. Tönis ist ausgeblieben. Amtsleiter Wolfgang Schouten sieht Erfolg unter anderem durch „regelmäßige Kontrollen“.
Das befürchtete Verkehrschaos an der Ringstraße in St. Tönis ist ausgeblieben.

Das befürchtete Verkehrschaos an der Ringstraße in St. Tönis ist ausgeblieben.

Kurt Lübke

Das befürchtete Verkehrschaos an der Ringstraße in St. Tönis ist ausgeblieben.

St. Tönis. Ordnungsamtsleiter Wolfgang Schouten hatte im Herbst 2016 aus seiner Skepsis keinen Hehl gemacht: Eine neue Postfiliale an der Ringstraße 6 in St. Tönis? Also unmittelbar vor der Kurve, an der der Verkehr links auf die Krefelder Straße abbiegt oder nach rechts weiter auf die Willicher Straße Richtung Pastorswall fährt? Da sah Schouten Risiken und Verkehrsprobleme vor dem geistigen Auge aufkommen. Autoverkehr, Gelenkbusse der SWK, Fußgänger, die die Ringstraße überqueren. . . Wenn bei starker Frequentierung dann noch postalischer Ladeverkehr unmittelbar vor der Filiale dazukäme, so befürchtete Schouten damals, gäbe es Stau in Richtung Grundschule.

Kaum einer wagt es, sich ins absolute Halteverbot zu stellen

Seit zwei Monaten ist die Post-Filiale nun geöffnet. Und der Ordnungsamtschef zieht Bilanz. Eine gute. „Das hat sich sehr positiv eingespielt.“ Er führt das vor allem auf regelmäßige Kontrollen zurück. „Wir haben von Beginn an häufig kontrolliert und das aus gutem Grund.“ Sicher gebe es noch den ein oder anderen Verstoß, der auch geahndet werde. Aber grundsätzlich ist er mit der Situation zufrieden. Er lobt die Postkunden, die die umliegenden Parkplätze ansteuern und erst dann ihre Pakete zur Filiale bringen oder abholen. Die große Parkbucht gleich gegenüber der Post, die hintereinander drei Schwerbehindertenparkplätze auszeichnet, wird offenbar kaum durch Schnellparker blockiert. „Das ist auch wichtig, denn diese drei Schwerbehindertenplätze sind häufig nötig“, sagt Schouten. In der unmittelbaren Umgebung könne man die Sparkasse, Arztpraxen und Apotheke erreichen. Vor der Post gilt absolutes Halteverbot. Schouten: „Das wagt kaum einer mehr, sich dort hinzustellen.“ Aber, betont er in dem Zusammenhang erneut, „ohne Kontrollen würde es nicht so gut laufen“.

„Das ist eine für alle akzeptable Lösung. Die Fahrer haben das eingesehen.“

Wolfgang Schouten Mitarbeiter des Ordnungsamtes, so Schouten, hätten frühzeitig auch das Gespräch mit den DHL-Fahrern gesucht, die die Pakete bringen und abholen. Man sei übereingekommen, dass die Paketwagen auf der Friedensstraße parken und von dort die Postsendungen in Körben auf Rollerwagen in die Filiale geschoben werden. „Das ist eine für alle akzeptable Lösung. Die Fahrer haben das eingesehen.“ Denn die Verkehrssituation vor Ort sähe anders aus, wenn Paketwagen regelmäßig mehrere Minuten direkt vor der Filiale parken würde. Die Post hatte sich nach einem neuen Standort in St. Tönis umsehen müssen, weil die Filiale am Alten Markt geschlossen wurde. Der gegenüberliegende Parkplatz an der Ringstraße mit 15 öffentlichen Plätzen und weitere 40 Stellplätze an der Krefelder Straße hatten die Post unter anderem dazu bewogen, in das neue Handy-Ladenlokal, das nun die Post-Dienstleistung anbietet, umzuziehen. Und weil es zurzeit so gut läuft, kündigt Wolfgang Schouten an: „Die Kontrollen bleiben.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer