Der Tönisvorster Verein um Günter Scheuer besteht seit fünf Jahren. Er hat sich viel vorgenommen.

Kultur im Rathaus
Mit seinem Heinz-Erhardt-Programm wusste Stefan Keim in St. Tönis mehrfach zu überzeugen.

Mit seinem Heinz-Erhardt-Programm wusste Stefan Keim in St. Tönis mehrfach zu überzeugen.

Günter Scheuer führt den Verein „Kultur im Rathaus“.

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Mit seinem Heinz-Erhardt-Programm wusste Stefan Keim in St. Tönis mehrfach zu überzeugen.

Tönisvorst. Nein, von Müdigkeit oder Unlust kann keine Rede sein: Günter Scheuer hat mit dem Verein „Kultur im Rathaus“ noch viel vor. „Wir sind jetzt fünf Jahre am Markt, ich habe noch eine ganze Reihe Ideen, was wir tun könnten“, sagt der frühere Tönisvorster Stadtdirektor.

„Kultur im Rathaus“ – das sollte Kunst im kleinen Rahmen sein, Lesungen, Theater, Musik. Als Aufführungsraum dient zumeist der Saal des Alten Rathauses an der Hochstraße. Manchmal war’s schwierig. Etwa beim Gastspiel des Niederrhein-Theaters aus Brüggen mit dem Stück „Fräulein Julie“, zu dem gerade mal drei Handvoll Besucher kamen. „Finanziell können wir das einmal überstehen, aber dann wird es schon knapp“, sagt Günter Scheuer.

Der Vorstand sieht sich nicht als „Ein-Mann-Schau“

Deshalb hat er seine Philosophie ein wenig geändert. „Wir wollen ein bisschen mehr auf ,Sonderangebote’ setzen“, sagt Scheuer. Und meint das kein bisschen abwertend. Wie das funktioniert, soll sich am Freitag, 9. November, um 20 Uhr zeigen.

Dabei will Scheuer es allerdings nicht belassen. „Wer eine Idee hat, kann sich gerne an uns wenden“, sagt er. Eines ist dem 71-Jährigen wichtig: Er sei keine Ein-Mann-Schau. Nach wie vor berät Hubert Klein, den Verein, er ist gleichzeitig ein Mitbegründer. „Außerdem habe ich mit Jutta Frings, ein Buchhändlerin aus Anrath, jemanden, die sich um die Finanzen kümmert“, erklärt Scheuer. Und dann sei da noch das technische Team um seinen Sohn Jürgen. „Da kann ich mich auf meine Tätigkeit als ,Intendant’ konzentrieren“, sagt Scheuer und lacht.

Was waren für ihn Highlights in den vergangenen Jahren? „Auf jeden Fall das Gastspiel von Frank Goosen aus Bochum. Da waren wir mit 120 Zuschauern ausverkauft, wir hätten locker noch 30 Tickets mehr an den Mann bringen können.“ Beeindruckt hätten allerdings auch Barbara Katz mit „Mozart auf der Reise nach Prag“ und Volker Lippmann in „Der Kontrabass“. Aber auch Stefan Keim mit seiner Heinz-Ehrhardt-Imitation sei klasse gewesen.

Edith Piaf oder Kurt Tucholsky wären Wunsch-Kandidaten

Mit einer Buchvorstellung wartet der Verein „Kultur im Rathaus“ am Freitag, 9. November, 20 Uhr, auf. Dann präsentieren Künstler Christoph Sattler und Autorin Susanne Böhling ihren unlängst erschienen Buchband „Wege aus dem Nebel“. Böhling liest, Sattler zeigt via Beamer Bilder von sich.

Begleitet werden sie an diesem Abend von Jazzpianist Ron Cherian. Der Eintritt ist frei.

Wenn er jetzt nicht so aufs Geld schauen müsste, was könnte der „Intendant“ sich vorstellen? „Ein Abend mit Edith Piaf oder auch eine Veranstaltung mit Texten von Kurt Tucholsky.“

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