Die Turnerschaft und der Kreissportbund boten in der Halle im Corneliusfeld zu einer Mini-Olympiade ein. Auf die Kinder warteten zehn Bewegungs-Stationen

Die Turnerschaft und der Kreissportbund boten in der Halle im Corneliusfeld zu einer Mini-Olympiade ein. Auf die Kinder warteten zehn Bewegungs-Stationen
Ricarda (fast zwei Jahre alt) lässt ihren Papa Niklas lieber nicht los.

Ricarda (fast zwei Jahre alt) lässt ihren Papa Niklas lieber nicht los.

Kurt Lübke

Ricarda (fast zwei Jahre alt) lässt ihren Papa Niklas lieber nicht los.

St. Tönis. Das Wetter war extrem ungemütlich. Für Familien mit Kindern bis etwa acht Jahren gab es aber eine Alternative zum Nichtstun in den heimischen vier Wänden: Die Turnerschaft St. Tönis lud in Kooperation mit dem Kreissportbund Vieren ein zum mittlerweile 14. Bewegungsfest. Auch vier Kitas brachten sich ein.

Was neu war: Aus dem bekannten Bewegungsfest wurde eine Bewegungsolympiade. Zehn unterschiedliche Stationen wurden absolviert, am Ende gab es eine Urkunde. Sigrid Riemensperger, Kinderturnwartin der Turnerschaft St. Tönis, war mit der Resonanz zufrieden und eine von 26 Frauen, die ein orangefarbenes T-Shirt trugen. Daran waren die Helferinnen zu erkennen.

Den „Mutsprung“ schafften die meisten Kinder ohne Probleme

Die zehn Stationen waren mit je einem grellgrünen Luftballon markiert. Marie (7) schwimmt, turnt und spielt Handball. Die Zweitklässlerin ist fit wie ein Turnschuh. Aber ist sie auch mutig? Eine Station hieß „Mutsprung“, aus dicken blauen Matten war ein Gebilde geformt worden, das an eine Gletscherspalte erinnerte.

Marie kletterte auf den Kasten und sprang völlig furchtlos und weit. Die meisten Kinder waren wie sie: Sportlich und schlank. An einer anderen Station stand alles, was weniger sportlichen Erwachsenen einst Angst gemacht hat, von den Kästen bis zum Barren. Der lud zum Balancieren ein. Kleine Kinder hielten sich an ihren Eltern fest, die größeren schienen, beide Arme ausgestreckt, über den Barren zu schweben.

Claudia Restelica von der Kita Hoppetosse verlangte den kleinen Teilnehmern besondere Geschicklichkeit ab: Hier warteten Diavolos und Pedalos darauf, auszuprobiert zu werden. Die Eltern hatten derweil Spaß daran, zu Nachwuchs-Tellerjongleuren zu werden.

Auf den ersten Blick eine Prüfung wie aus dem Dschungelcamp, aber garantiert ohne Ekelfaktor: Bei der Station „Suchende Hand“ galt es zu erraten – und zu ertasten – was da in dem Beutel steckt. Der Einritt war frei, die Mindestvoraussetzung: „Die Kinder müssen gehen können“, sagte Sigrid Riemensperger. An der Station von Kerstin Beume ging es um kognitive Fähigkeiten: Die Kinder sahen Fotos von Stofftieren und mussten aus einer großen Kiste die jeweiligen Kuschentiere herausholen und den Fotos zuordnen. „Das klappt erstaunlich gut“, erklärte Kerstin Beume.

Die Ältesten werden acht Jahre alt gewesen sein. Bei den früheren Bewegungsfesten gab es noch keinen Parcours. Alle Kinder machten das, was ihnen am besten gefiel.

Die Riesenschaukel war auch diesmal wieder besonders beliebt, obwohl sie nicht Teil der Olympiade war. So spielerisch die Übungen auch waren, sie sollten nicht nur Spaß machen: Insgesamt ging es darum, die motorische, die psychisch-emotionale, die soziale und die kognitive Entwicklung sowie die Wahrnehmungsentwicklung zu fördern. Nach so viel Bewegung konnte guten Gewissens ein wenig „gesündigt“ werden: Das Kuchenbuffet war verlockend.

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