Ex-Parteichef kehrt auch der Fraktion den Rücken, bleibt aber im Stadtrat.

Ex-Parteichef kehrt auch der Fraktion den Rücken, bleibt aber im Stadtrat.
Michael Schütte war bis Juni 2015 CDU-Vorsitzender in Tönisvorst. Nun hat er seinen Parteiaustritt erklärt. Archiv

Michael Schütte war bis Juni 2015 CDU-Vorsitzender in Tönisvorst. Nun hat er seinen Parteiaustritt erklärt. Archiv

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Michael Schütte war bis Juni 2015 CDU-Vorsitzender in Tönisvorst. Nun hat er seinen Parteiaustritt erklärt. Archiv

Tönisvorst. Lange war es ruhig bei der Tönisvorster CDU. Doch zwölf Tage vor Silvester sorgt der ehemalige Parteivorsitzende Michael Schütte für einen Knall: Mit sofortiger Wirkung hat er seinen Austritt aus Partei und Fraktion erklärt.

Im Gespräch mit der WZ möchte Schütte zu den Gründen öffentlich nichts sagen: „Ich bin dafür, die Kritik dort zu äußern, wo sie hingehört.“ Das gelte insbesondere dann, wenn man nicht in guter Stimmung auseinander gehe.

Nach WZ-Informationen hatte Schütte seine Austrittserklärung per E-Mail am Montagabend an Stadt- und Kreisverband der CDU, den Fraktionsvorstand sowie an Bürgermeister Thomas Goßen geschickt. Zum gleichen Zeitpunkt hatte sich die CDU-Fraktion im Anschluss an eine Sitzung gerade zum Weihnachtsessen zusammengesetzt.

In seiner Mail spricht Schütte von „zahlreichen Reibereien im Rahmen der Meinungsbildung zu den Beschlüssen innerhalb der Fraktion“, von einem Versuch der Durchsetzung einer Fraktionsdisziplin und einer Gleichgültigkeit bei der Behandlung der wirtschaftlichen Bewertung des Jahresabschlusses der Stadt Tönisvorst für 2014. Auch mangelndes Interesse einer Vielzahl der CDU-Ratsmitglieder an Vorster Angelegenheiten führt er an. Erst jüngst hatte Schütte bei der Abstimmung über Parkplätze in Vorst gegen die CDU-Fraktion gestimmt.

Im Stadtrat will der ehemalige CDU-Vorsitzende „als Sprachrohr der Bürger“ bleiben. Ob er sich dort einer anderen Fraktion anschließen wird, ließ er offen: „Ich werde dazu Informationen über andere Parteien und Fraktionen sammeln und bewerten.“ Von „Halte-Versuchen“ durch die CDU bittet er abzusehen.

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