Der Verein hat die Eckpunkte mit der Verwaltung abgesteckt. Platzkosten mit Tribüne liegen bei 492 000 Euro.

Planung
Auf Naturgrün und auf Kunstrasen können die Teams von DJK Teutonia künftig kicken.

Auf Naturgrün und auf Kunstrasen können die Teams von DJK Teutonia künftig kicken.

dpa

Auf Naturgrün und auf Kunstrasen können die Teams von DJK Teutonia künftig kicken.

St. Tönis. Dirk Schreiber, 47, Vorsitzender des Sportvereins DJK Teutonia St. Tönis, hatte im September einen Traum: möglichst noch 2014 einen Kunstrasenplatz im hinteren Bereich des Jahnstadions zu bauen.

Er muss nicht mehr träumen. Das langgeplante Vorhaben, durch das 19 Mannschaften von Teutonia das ganze Jahr über Training und Spiel auf zwei Plätzen (Rasen- und Kunstrasenplatz) möglich wird, steht kurz vor der Realität.

In nichtöffentlicher Sitzung diskutierte der Tönisvorster Liegenschaftsausschuss über das Vorhaben. Kritische Stimmen gab es offenbar nicht. Die Verwaltung hatte nach vielen Abstimmungen mit dem Verein das Vertragspapier erarbeitet, aber es versäumt, den Entwurf mit detaillierten Modalitäten den Politikern vorzulegen. Der Entwurf sieht vor, dass Teutonia bei Zahlung eines dabei üblichen Pachtzins zunächst für einen Zeitraum von 99 Jahren ein städtisches Grundstück im Bereich der „Rotzenburg“ für diesen Zweck nutzen darf.

Verein bringt eigene Mittel und Muskelhypothek ein

Die Fraktionen sollen das Papier nun erhalten, so dass wahrscheinlich durch Dringlichkeitsbeschluss noch offiziell die Zustimmung des Ausschusses erteilt wird. Das scheint nur noch Formsache zu sein.

Nachdem Teutonia, die den neuen Flutlicht-Platz mit beträchtlichen Eigenmitteln, einer Muskelhypothek und einigen namhaften Sponsoren errichten möchten, noch im September im Sportausschuss über etliche Verzögerungen geklagt hatte, kann nunmehr von Verstimmungen keine Rede mehr sein.

Mit der Tribüne waren 492 000 Euro für den Kunstrasenplatz kalkuliert worden. Der Verein verfügt laut Schreiber über eigene Mittel und Rücklagen von 90 000 Euro, bringe sich außerdem durch eine Muskelhypothek ein, so bei Pflasterarbeiten. Ferner lägen Zusagen von Sponsoren und der Banken und Sparkassen vor, die fehlende Summe zu finanzieren. Man hofft auch, dass sich die Sparkassenstiftung beteiligen wird. Für die laufende Unterhaltung des Kunstrasens gäbe es von den Fußballern schon lange einen Förderkreis, der sich den Namen „Kunstraseneuro“ gegeben hatte.

Dirk Schreiber (Foto): „Die Stadt hat einen starken Endspurt hingelegt, großer Dank hierfür an Thomas Goßen, Nicole Waßen und Fachbereichsleiter Marcus Beyer.“ Zahlreiche Verhandlungen habe es gegeben, die sehr positiv gewesen seien, auch wenn über Details, wie Fragen der Versicherung, noch ergänzend verhandelt werden müsse. Die Planung beinhaltet auch eine 260 Plätze umfassende Stahltribüne am Rasenplatz im Jahnstadion. Schreiber: „Auch bei den jährlichen Betriebskostenzuschüssen für den bestehenden Rasenplatz und für die kleine Judohalle, die wir mit übernehmen, sind wir zu einer einvernehmlichen Einigung gekommen. Wir haben da unsere Vorstellungen etwas herunter geschraubt.“

Auch sei man zu konstruktiven Ergebnissen mit dem SV St. Tönis gekommen, der nach Fertigstellung des Kunstrasens den Aschenplatz an der Gelderner Straße übertragen bekommt.

Beachvolleyball-Feld wurde erst einmal zurückgestellt

Das Projekt „Sunshine“ hat Teutonia das Bauvorhaben genannt. Der 1400 Mitglieder starke Verein hatte Angebote von Unternehmen eingeholt, die den Kunstrasenplatz bauen würden. Letzter Termin zur Abgabe eines Angebots war gestern. Schreiber: „Der Kunstrasen dürfte uns mit Unter-und Oberbau, mit Umzäunung, und Flutlicht rund 400 000 Euro kosten, etwa 35 000 Euro weniger als kalkuliert.“

Im zweiten Schritt, wahrscheinlich erst 2015, komme die Tribüne dazu. Außerdem habe man noch das geplante Beachvolleyball-Feld etwas zurückgestellt. Dirk Schreiber ist zuversichtlich, dass nach dem Dringlichkeitsbeschluss und dem dann notariell zu schließenden Vertrag im späten Frühjahr mit dem Bau des Kunstrasens begonnen werden kann und dass dieser nach den Sommerferien bespielbar sei.

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