Der Stadtflüsterer schaut auf einen tollen Mitsing-Abend zu Karneval zurück, berichtet von Problemen mit Schildern – und über einen mutigen Nachwuchs-Komponisten.

Im Stadtgeflüster geht es heute um zu helles Licht, alte Schlager, einen Besuch in Berlin – sowie um Brombeeren und Bäume.
Dieser Anhänger ist mit den Brombeeren schon fest verwachsen.

Dieser Anhänger ist mit den Brombeeren schon fest verwachsen.

Sidney aus Neersen tritt bei „Dein Song“ an.

Im ausverkauften Vereinsheim sorgte die Band KÖLSCH TÖNis für eine tolle Stimmung. Erst weit nach Mitternacht ging das Mitsing-Konzert zu Ende.

Lübke, Bild 1 von 3

Dieser Anhänger ist mit den Brombeeren schon fest verwachsen.

Willich/Tönisvorst. Schon mit dem ersten Intro war es da: Das KÖLSCH-Akkordeon-Live-Band Gefühl. Im ausverkauften Vereinsheim griff nur der eine oder andere zu den ausliegenden Liedtexten. Die Meisten haben wohl Kölsche Karnevalsmusik im Blut. Schnell war klar, dass es ein wunderschöner Zuhör- und Mitsingabend wird. Tanzen, Polonaise, Klatschen, Schunkeln. Die Mitglieder des Akkordeon-Orchesters hatten sich reichlich Mühe gegeben, ihre gute Stube karnevalistisch herzurichten. Ideenreich kostümierte Gäste galt es zu prämieren. Gewinner war die Jugendabteilung des Akkordeon-Orchesters St. Tönis, die mit ihren „Mario Kart“-Kostümen die Nase vorn hatte. Besonderen Besuch gab es von Prinz und Prinzessin und dem Kinderprinzenpaar mit ihrem Gefolge. Der Band KÖLSCH TÖNis war die Freude an den kölschen Liedern anzusehen. Erst nach mehreren Zugaben konnten die Musiker um 1.30 Uhr die Bühne verlassen. Beim Nachglühen wurde noch das ein oder andere Glas geleert.

Rolf Schumacher und die Mühlen der Verwaltung

Auf eine Reaktion von der Tönisvorster Stadtverwaltung wartet seit geraumer Zeit der Ehrenvorsitzende des Heimatbundes St. Tönis, Rolf Schumacher. Er hatte im Mai in einem Brief angeregt, die Einbahnstraßen-Regelung an der Kirchstraße gegenüber dem Mertenshof durch eine zusätzliche Beschilderung zu ergänzen. „Radfahrer frei“ soll demnach unter dem Schild „Verbot der Einfahrt“ angebracht werden, da sich, wie Rolf Schumacher als Anwohner beobachtet hat, ohnehin weder Kinder noch Erwachsene an besagtes Verbot halten. „Da dies schon seit Jahren geschieht, sollte man dem Rechnung tragen und bis zur Dechant-Giesenfeld-Gasse durch das Schild eine Änderung herbeiführen“, so Schumacher in seinem damaligen Schreiben. Bereits im Juni 2017 wurde der Bürgerantrag vom Rat abgenickt, da die Verwaltung keine Bedenken anmeldete. Doch passiert ist bis heute nichts. Die Bitte um Rückruf bei der zuständigen Sachbearbeiterin, die Rolf Schumacher hinterlegte, blieb unbeantwortet. „Da die Mühlen der Stadtverwaltung bekanntlich langsam mahlen, werde ich auf den Anruf wohl wieder sechs Monate warten müssen“, vermutet Schumacher.

Eine solche Erfahrung hat er in der Vergangenheit schon einmal gemacht. Wie der Stadtflüsterer kürzlich berichtet hatte, war das Schild „Dechant-Giesenfeld-Gasse“ im Zuge von Bauarbeiten abmontiert und auf den Müll geworfen worden. Eine Anwohnerin konnte es aber retten, Rolf Schumacher regte an, es wieder zu montieren. Was aber bis heute nicht passiert ist.

MEG-Schüler besuchen Uwe Schummer in Berlin

Insgesamt 200 Schüler und Lehrer aus dem Kreis Viersen empfing der Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer in den vergangenen Tagen in Berlin. Unter anderem dabei waren Klassen der Rupert-Neudeck-Gesamtschule und des Michael-Ende-Gymnasiums in Tönisvorst. Die Klasse 9a der Gesamtschule traf bei dieser Gelegenheit auch Marcel Neudeck, den Sohn des Namensgebers ihrer Schule. Der Filmemacher gab ihnen auch gleich Hausaufgaben mit auf den Weg: Berlin erkunden. Und zwar so, wie sein Vater ihm neue Orte nahgebracht hatte: zu Fuß. Unterwegs sollten die Schüler ihre Eindrücke, als Foto, Text, Audio oder Video festhalten – Material für eine Video-Collage zur Fahrt. Am nächsten Tag stand der Besuch des Bundestages an. Zur Abstimmung stand das Gesetz zum Familiennachzug. Als Kanzlerin Angela Merkel ihre Abstimmungskarte einwarf, scharten sich die Schüler aufgeregt um die Glasfront über dem Plenarsaal.

15-jähriger Neersener tritt bei „Dein Song“ an

Vorhang auf für das große „Dein Song“-Jubiläum: Am Montag, 19. Februar, startet die zehnte Staffel des beliebten Wettbewerbs für junge Nachwuchskomponisten beim Kinderkanal (KiKA). Zum runden Geburtstag dürfen sich die TV-Zuschauer auf viele musikalische Highlights freuen: Sie begleiten die jungen Künstler auf ihrer spannenden Reise durch den Wettbewerb, zu sehen in einer 16-teiligen Doku-Reihe (montags bis donnerstags, 19.25 Uhr) mit abschließender Live-Finalshow (16. März, 19.05 Uhr). Insgesamt 16 Songwriter konnten sich mit ihren Kompositionen vorab gegen mehrere hundert Bewerber durchsetzen. Die besten Nachwuchskomponisten des Landes wollen nun bei „Dein Song“ ihren großen Traum vom „Songwriter des Jahres“ 2018 verwirklichen. Mit dabei ist Sidney aus Neersen mit „Regenbogen“. „Musik hilft nicht nur mir, sondern auch anderen. Über Liebe und Freundschaft kann man besonders gut komponieren“, sagt der 15-Jährige. Seinen Song widmet er einer guten Freundin und will allen Menschen Mut machen, denen es schlecht geht. Seinen eigenen Mut fand er bei einem Gottesdienst in Düsseldorf: Die Bewerbung für „Dein Song“ schickte Sidney am selben Tag ab.

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