Rund 70 Personen nahmen am „Kongress zur Energiewende“ teil.

Neersen. Während sich Delegierte der Welt in Bonn zur Klimakonferenz treffen, kann auch im Kleinen vorausschauend und nachhaltig reagiert werden. Im Neersener Ramshof fand der „Kongress zur Energiewende“ statt. Es war eine Veranstaltung der Energieagentur NRW, die dazu gleich mehrere Referenten eingeladen hatte. Sie kamen von den zuständigen Landes- und Bundesministerien, von der Bundesfachkommission „Energiepolitik“, von der Hochschule Niederrhein und von der Effizenz-Agentur NRW.

Etwa 70 Gäste nahmen am Kongress teil, darunter zahlreiche Vertreter von Unternehmen und eine besondere „Klima-Allianz“: die fünf Klimaschutzmanager, die es im Kreis Viersen derzeit gibt, Felix Schütte (Kreis), Denise Lange (Brüggen), Marcel Gellißen (Willich), Yvonne Friedrich (Nettetal) und Lisa Hans (Kempen).

Experte der RWTH Aachen mahnt zur Unwetter-Vorsorge

Sie hatten sich schon zu einem kleinen Netzwerk zusammengeschlossen, und solch ein Netzwerk möchte man jetzt auch in und mit Unternehmen aufbauen.

Andreas Witte vom Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr an der RWTH Aachen hielt ein Plädoyer für klimagerechte Gewerbegebiete. Er kam zunächst auf die hohe Dichte und auf die vielen versiegelten Flächen in den Gewerbegebieten zu sprechen und votierte für eine Entsiegelung. Obwohl der Niederrhein, was Schnee und Sturm angeht, nicht arg gefährdet sei, müsse man Vorsorge treffen. Dies fange bei sicheren und stabilen Dächern an und höre bei „Sturmmauern“ vor Gebäuden auf.

Er sprach später auch davon, dass die Energiewende mit den notwendigen Maßnahmen zu einem guten Konjunkturprogramm werden könne und provozierte etwas: „Vielleicht sind die Energiepreise noch zu niedrig, damit sich Entscheidendes ändert. . .“ schö

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