Das Tönisvorster Karnevals Komitee rechnet mit mehr Teilnehmern als im Vorjahr. Auf allen Zufahrtsstraße, die auf den Karnevalszug treffen, wird es eine Blockade geben.

Das Tönisvorster Karnevals Komitee rechnet mit mehr Teilnehmern als im Vorjahr.
Der Sicherheitsaspekt wird beim Karnevalszug immer stärker. Das kostet und belastet die Aktiven.

Der Sicherheitsaspekt wird beim Karnevalszug immer stärker. Das kostet und belastet die Aktiven.

Das war im vergangenen Jahr: Fast schon traditionell stellt das Michael-Ende-Gymnasium das größte Kontingent beim Zug in St. Tönis.

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Der Sicherheitsaspekt wird beim Karnevalszug immer stärker. Das kostet und belastet die Aktiven.

Tönisvorst. Dieter Hackstein wirkt nicht tiefenentspannt. Aber durchaus sehr gelassen. „15 Anmeldungen haben wir schon“, sagt er mit Blick auf den Karnevalszug am Tulpensonntag (26. Februar) in St. Tönis. Für den zeichnet Hackstein als Organisator des Tönisvorster Karnevals Komitees (TKK) verantwortlich.

Der Blick in die nahe Zukunft, nämlich bis zum Zug, fällt positiv aus. „Erfahrungsgemäß melden sich die meisten Gruppen spät an“ – Hackstein spricht aus Erfahrung. Hatten im vergangenen Jahr noch 30 Gruppen teilgenommen, rechnet er anno 2017 mit einer leichten Steigerung. „Wir werden so auf 35 kommen“, schätzt er. Möglicherweise gibt es acht Wagen, das wäre einer mehr als 2016.

Die Verantwortlichen hatten emsig die Werbetrommel gerührt. Jede Menge E-Mails verschickt, zudem Flyer drucken lassen. „Die liegen in jeder Gaststätte aus“, erklärt Hackstein. Außerdem seien sie bei allen Veranstaltungen verteilt worden. „Da stehen alle Kontaktdaten drauf“, so der TKK-Mann, „auch für Nachfragen“.

Die könnte es durchaus geben. In punkto Sicherheit wird bekanntlich in Tönisvorst immer geklotzt, nie gekleckert. Und so gibt es auch in diesem Jahr eine Neuerung, über die sich der ein oder andere sicher schon gewundert hat: Auf allen Zufahrtsstraße, die auf den Karnevalszug treffen, wird es eine Blockade geben.

„Dort wird das Technische Hilfswerk (THW) jeweils einen Lkw auf die Fahrbahn stellen“, erklärt Hackstein. Dabei werden nicht alle Straße gleichzeitig von einem Laster blockiert, sondern diese werden mit dem Fortgang des Zuges verschoben. „Einfahrtschutz“ heißt das. „Das wird vom Ordnungsamt so vorgeschrieben“, weiß Hackstein. Die Neuerung wurde bei einer aktuellen Sicherheitsbesprechung bekannt.

Am 8. Februar ist eine große Runde in Sachen Sicherheit angesetzt. „Dann geht’s um weitere Details“, sagt Hackstein. Er sagt’s auch auf Nachfrage nicht, aber zu „weiteren Details“ zählt wohl auch die Frage, wer denn das alles bezahlen soll. „Als kleiner Karnevalsverein kann man die Kosten kaum noch stemmen“, erklärt der erfahrene Narr. „Wir sind froh, wenn wir unser Zelt und unsere Veranstaltungen vollbekommen.“ Außerdem freue sich das TKK über jede Form von Unterstützung.

Derweil laufen die Vorbereitungen für die tollen Tage auch abseits des Zuges auf Hochtouren. Am Altweiber-Donnerstag wird es – wie gehabt – den Rathaussturm geben. Der wird – wie gehabt – im Festzelt auf dem Parkplatz an der Willicher Straße stattfinden, fernab jeder Verwaltungs-Realität. „Der Bürgermeister wird auf jeden Fall seinen Schlüssel los“, verspricht Dieter Hackstein.

Am darauf folgenden Freitag wird’s wieder den Kindernachmittag geben. Der habe sich im vergangenen Jahr als voller Erfolg erwiesen. Und dann wird natürlich nach dem Tulpensonntagszug im Zelt weitergefeiert.

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