Die Telekom konnte keinen Anschluss herstellen, die Betreiber haben eine Lösung gefunden.

St. Tönis. Das Tenniscenter Lohrheide hat endlich Internet – allerdings nicht über die Telekom. Wie die WZ berichtet hatte, versuchte das Betreiber-Ehepaar Oliver und Angela Mours einen DSL-Anschluss zu bekommen, um Internetbuchungen anbieten zu können. Das scheiterte daran, dass die Telekom zwei Monate lang keinen Anschluss herstellen konnte.

Rückblickend wundert Angela Mours das sehr: „Wir haben viel Resonanz bekommen, auch von unserem Mieter. Der hat nämlich Internet.“ Das Dach des Tenniscenters und eine Büroecke hat das Ehepaar an Uwe Pump vermietet, der dort eine Photovoltaikanlage installiert hat. Er hatte zunächst die gleichen Probleme mit seinem Internetanschluss. Allerdings hat er seinen Vertrag über einen anderen Telefonanbieter. „Fremdfirmen hatten Schwierigkeiten den Anschluss zu finden“, sagt Pump.

Nach langem Suchen hatten sie dann die Verteilerdose hinter der Einbauküche beim benachbarten Schießverein gefunden und konnten für Pump einen Anschluss herstellen. Das ist der Telekom für Mours nicht gelungen. Das Unternehmen hatte Löcher auf dem Grundstück des Tenniscenters gebuddelt, aber einen Erfolg konnte es nicht vermelden. Angela Mours fragt sich, warum das Unternehmen nicht wusste, dass der Knotenpunkt im Nachbarhaus liegt. „Das müssen die doch dokumentiert haben.“

Angela Mours ärgert sich darüber, dass niemand mit ihr gesprochen hat

Die Telekom sieht die Problematik anders: „Es war uns bekannt, dass man über das Nachbarhaus gehen musste.“ Allerdings habe das gar nichts mit den vorgenommenen Tiefbauarbeiten zu tun. „Die Arbeiter haben das Telefonkabel gesucht.“ Die Bebauung stimmte aber nicht mehr mit den vorliegenden Plänen überein und andere Leitungen hätten dazu die Messergebnisse verfälscht. „Die Kollegen haben mit erheblichen Aufwand gesucht, den hätten wir auch weiter betrieben.“

Das ist allerdings nicht nötig. Nachdem die Telekom die Löcher vor Weihnachten zugeschüttet hatte und nicht auf die Anfragen des Ehepaars reagiert hatte, hat es den Vertrag gekündigt. „Wir haben nichts von denen gehört, das fand ich eine Unverschämtheit“, sagt Mours. Durch Tipps von St. Tönisern mit ähnlichen Problemen hat das Paar jetzt eine Lösung gefunden.

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