IHK zeigt gute Werte für Tönisvorst auf.

Tönisvorst. Der Ausdruck ist ein Wortungetüm: Zentralitätskennziffer. Das, was sich dahinter verbirgt, ist eine Quote, die etwas darüber aussagt, ob die Menschen ihr Geld in ihrem Wohnort ausgeben oder es nach außerhalb tragen. Bei einem Wert von 100 hält sich das die Waage. Eine Untersuchung der IHK bringt für Tönisvorst eine Quote von 107,4 zutage – der zweitbeste Wert im Kreis, hinter Nettetal mit 111,2. Was nichts anderes heißt als: Es bleibt deutlich mehr Geld in der Stadt, als dass es außerhalb ausgegeben wird.

Würde man diese Statistik auf die beiden Stadtteile herunterbrechen, ergäbe sich jeweils ein grundverschiedenes Bild: Während aus Vorst mit seiner dörflichen Struktur viel mehr Geld abfließt, dürfte St. Tönis noch positiver dastehen, als es die Quote für die ganze Stadt ausdrückt.

St. Tönis: Im Ortskern gibt es nur wenig zu meckern

Beides stimmt mit den Ergebnissen des Einkaufs-Checks überein, eine Aktion, die die WZ im Jahr 2011 gemacht und dabei die Situation des Handels untersucht hatte. Es hatte sich gezeigt, dass es im St. Töniser Ortskern einzelne Defizite gibt, die allerdings durch das Einkaufscenter an den Höhenhöfen und durch die Nähe zu Krefeld ausgeglichen werden. Ansonsten wurden die Einkaufsmöglichkeiten durchweg als gut bis sehr gut beurteilt.

Hinzu kommt: Der Werbering in St. Tönis ist rührig, bietet eine ganze Reihe von Festen und Events an, die zum Teil gerne angenommen werden. Man denke etwa an die Lichternacht.

Vorst: An der Clevenstraße hat sich schon was getan

Vorst dagegen tut sich erheblich schwerer. Von einer richtigen Einzelhandelsstruktur kann in dem Ort keine Rede sein – ein Zustand, der für die Einheimischen nichts Neues und zum Teil der dörflichen Struktur geschuldet ist. Zu schaffen macht sicherlich immer noch, dass der Schlecker-Laden an der Kuhstraße nach der Pleite des Drogerie-Konzerns dichtgemacht hat.

Einige setzen darauf, dass das begonnene Neubauprojekt im Ortskern Belebung bringt, dort entstehen Seniorenwohnungen. An der Clevenstraße hat sich immerhin ein wenig getan: Dort wurde die frühere Gaststätte Packbier zum schmucken Café Papperlapapp umgebaut. Zudem versuchen die Verantwortlichen des Werberings, Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, etwa das Apfelfest.

Zuwachs soll der Ort aber auch noch bekommen: Irgendwann soll das Baugebiet „Försterhof“ (Vorst-Nord) umgesetzt werden.

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