Baupläne im Schulzentrum Corneliusfeld werden von SPD und Grünen im Ausschuss abgelehnt.

Baupläne im Schulzentrum Corneliusfeld werden von SPD und Grünen im Ausschuss abgelehnt.
Im Kellergeschoss des Schulzentrums Corneliusfeld war die Mensa 2010 eröffnet worden. Später gab es dort wiederholt Wasserschäden. Archiv

Im Kellergeschoss des Schulzentrums Corneliusfeld war die Mensa 2010 eröffnet worden. Später gab es dort wiederholt Wasserschäden. Archiv

Lübke

Im Kellergeschoss des Schulzentrums Corneliusfeld war die Mensa 2010 eröffnet worden. Später gab es dort wiederholt Wasserschäden. Archiv

St. Tönis. Einmal mehr beschäftigte sich der Fachausschuss für Gebäudemanagement mit einer Liegenschaft, die im Laufe der Zeit für viel Ärger gesorgt hat. Es ging um die ehemalige Mensa am Michael-Ende-Gymnasium. Wasserschäden hatten dazu geführt, dass diese Räume schon lange nicht mehr genutzt werden können (die WZ berichtete).

Jetzt startet die Verwaltung einen neuen Versuch, durch den man den fehlenden Raumbedarf mittelfristig minimieren könnte. In der Ex-Mensa sollen zwei Kunsträume entstehen. Die bisherigen Kunsträume sollen dann zu zwei Klassen und zu einem Differenzierungsraum für die Rupert-Neudeck-Gesamtschule werden. Kostenaufwand: rund 154 000 Euro.

Selbst Fachbereichsleiter Marcus Beyer konnte bei der Diskussion nicht ausschließen, dass zukünftig dort erneut Wasser eindringen könnte – etwa bei Starkregen. Grund genug für die vier Mitglieder der SPD sowie für Roland Gobbers (Grüne), dieses „Experiment“ abzulehnen. Die Risiken seien viel zu hoch, außerdem seien, so Gobbers, die Kosten nicht schlüssig dargelegt. Eine Mehrheit fand sich dafür aber nicht. Die acht Vertreter von CDU, FDP und UWT waren für den Umbau, wollen die entsprechenden Mittel in den Etatentwurf 2018 einstellen.

Nach Auffassung von Marcus Beyer werde in enger Abstimmung mit den Schulen jetzt alles getan, um ein erneutes Eindringen des Regenwassers zu verhindern. Er erinnert daran, dass Raumluftmessungen in der ehemaligen Mensa ein so starkes Schimmelsporenaufkommen ergeben hätten, dass eine weitere Nutzung ohne bauliche Maßnahmen nicht möglich sei.

Derzeit seien die Räume trocken. Beyer sprach weiter davon, dass es zu einem ganz neuen Bodenaufbau komme: „Wir schlagen hier einen Gussasphalt vor, der absolut wasserresistent ist.“ Vor dem Einbau würden im Boden verlegte Leitungen umgelegt, so dass zukünftig Leckagen schnell erkannt würden. Eine Küche sei nicht mehr vorgesehen. Dort war vor langer Zeit ein Abwasserrohr geplatzt, was erst viel später festgestellt wurde.

Jedenfalls würden sämtliche Arbeiten in der ehemaligen Mensa rund 118 000 Euro kosten; der Umbau der alten Kunsträume zu den Klassen- und Differenzierungsräumen weitere 36 000 Euro.

Viel zu riskant, lehnten dies SPD und Grüne ab. „Stattdessen sollten wir lieber das neue Raumprogramm abwarten, wie man dort das generelle Raumproblem löst, ob durch einen An- oder Neubau“, schlug Michael Horst (SPD) vor. Zumal er entsprechende fundierte Vorschläge bis zum März 2018 von der Verwaltung erwarte. Denn dann geht es um die zukünftigen Investitionen bei diesen, wie es in der Vorlage hieß, „Spezialimmobilien“, wozu generell auch die künftige Unterbringung der Verwaltung gehört.

Für Christian Rütten und Alexander Decher (beide CDU) war der von der Verwaltung aufgezeigte Lösungsvorschlag ein gangbarer Weg. Und Beyer hatte keine Bedenken, dass die Kämmerin diese Mehrkosten von 154 000 Euro noch im Etatentwurf unterbringt. schö

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