Auf den WZ-Bericht über den Streit bei den Kreis-Grünen gibt es etliche Reaktionen. So vom Vorsitzenden.

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Beim Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen hängt der Haussegen schief.

Beim Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen hängt der Haussegen schief.

A3508 Rolf Vennenbernd

Beim Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen hängt der Haussegen schief.

Kreis Viersen/Vorst. „Zoff bei den Grünen“ – so hieß es am Dienstag in der WZ. Es ging um den Spruch des Landes-Schiedsgerichts der Partei. Dieses hatte beispielsweise bezweifelt, dass der Kreis-Vorstand zu Recht noch im Amt ist.

Außerdem war ein „strammes“ Defizit in der Parteikasse bemängelt worden: 17 000 Euro im vergangenen Jahr. Am Samstag tagt die Mitgliederversammlung im Vorster Restaurant Tafelsilber.

Im Vorfeld wird diskutiert – im Online-Auftritt der WZ und in den sozialen Netzwerken. Als Erster meldete sich Jochen Schaumburg, Vorsitzender der Kreis-Grünen, zu Wort. „Der Artikel verschweigt, dass das Schiedsgericht den Antrag auf Amtsenthebung abgewiesen hat und die Beauftragung bis zur Kreismitgliederversammlung bestätigt hat.

Soweit, so unspektakulär. Klingt langweilig, ist aber so.“ Ein aktiver Grüner meldete sich daraufhin bei unserer Zeitung und kommentierte: „Wenn doch fraglich ist, ob der Vorstand noch rechtmäßig im Amt ist, wen oder was soll man denn da entheben?“

Der User „Ein_stiller_Beobachter“ legt nach. „Wer ist dieser Jochen Schaumburg“, fragt er. Und: „Stimmt das alles so – dann ist der Antrag auf Amtsenthebung ja sowieso nur eine Formalie, weil der Vorstand ja nur noch eingeladen hat.“ Hoffentlich seien diesmal keine Fristen versäumt worden. „So ganz satzungsfest kann dieser Vorstand ja nicht sein“, findet der Schreiber.

Bissiger Kommentar über Martina Maaßen auf Facebook

„Ein–Linker“ sagt dazu: „Herr Schaumburg, fühlen Sie sich etwa ertappt? Was soll Ihr Aufruf auf Ihrer Facebookseite: Kommt zahlreich! Brauchen Sie Hilfe?“ Der User geht auch auf eine weitere Personalie ein: „Welche Rolle spielt Jürgen Heinen, der im Hintergrund anscheinend die Fäden zieht?“

Die Kritik wird fast vernichtend: „Ihr Verhalten und das der Partei- und Fraktionsspitze erinnert doch sehr an das anderer etablierter Parteien.“ Der Schreiber fragt außerdem provokant, ob die Kreisspitze eine Gegenkandidatur fürchtet.

Im sozialen Netzwerk Facebook hat Schaumburg vorgestern Abend noch eine andere Baustelle aufgemacht. In Brüggen hat eine Änderungsschneiderei mit Namen „Martina Maaßen“ aufgemacht. Und das ist definitiv keine Nebenbeschäftigung der amtierenden Landtagsabgeordneten der Grünen. Schaumburg lässt sich trotzdem zu dem Kommentar an seine Facebook-Freunde hinreißen: „Für alle, die mal eine weiße Weste brauchen.“

Dafür gibt’s an gleicher Stelle Applaus von René Heesen, als möglicher Bundestagskandidat bei den Grünen gehandelt. Manfred Böttcher – vor einigen Wochen aus dem Vorstand der Grünen in Schwalmtal ausgeschieden – findet das Ganze dagegen geschmacklos.

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