Die neue Anlage für Skater und BMX-Fahrer in Willich ist eingeweiht worden. Das Areal kommt offenbar gut an.

Die neue Anlage für Skater und BMW-Fahrer in Willich ist eingeweiht worden. Das Areal kommt offenbar gut an.
Großer Bahnhof bei dem offiziellen Termin.

Großer Bahnhof bei dem offiziellen Termin.

Mut und Können sind gefragt, wenn es rollend in die Tiefe oder über Hindernisse geht. Viele junge Leute zeigten am Freitag, was sie „drauf“ haben.

Kurt Lübke, Bild 1 von 2

Großer Bahnhof bei dem offiziellen Termin.

Willich. Sie hat rund 120 000 Euro gekostet, die neue, 500 Quadratmeter große Rollsportanlage neben der Jakob-Frantzen-Halle. Sie wurde Ende Dezember freigegeben und am Freitag offiziell eröffnet. Eine erste Bilanz ist positiv: Die neue Errungenschaft wird sehr gut angenommen. Junge Leute kommen nicht nur aus Willich, sondern auch aus den umliegenden Städten, um sich auf der individuell und zum Teil auch nach den Wünschen der Kinder und Jugendlichen geformten Fläche auszutoben.

Das Projekt war durch eine Online-Petition „Neuer Skatepark für Willich“ von Tim Rieve angestoßen worden. Rieve war am Freitag nicht da, wohl aber Vertreter der Jungen Union, die den Stein mit der Beantragung eines Prüfauftrags im Juli 2016 ins Rollen gebracht hatte. Apropos „Rollen“: Ob mit Skateboard oder BMX-Rad: die Fahrkünste, die jetzt präsentiert wurden, sahen mitunter ganz schön halsbrecherisch aus. Doch wenn einer der Jungs stürzte, schien es, als fiele er nicht auf Beton, sondern auf eine gut gepolsterte Matte. Dass die Nutzer mit der Anlage so zufrieden sind, liegt auch an Tomasz Mielcarek. Er war das Verbindungsglied zwischen der Skater- und BMX-Community und der Verwaltung.

„Mein Vater ist früher selbst Skateboard gefahren und versucht nicht, mich davon abzuhalten.“

Dennis (15) aus Viersen

Jugenddezernentin Brigitte Schwerdtfeger wurde an längst vergangene Zeiten erinnert, als sie selber auf Rollen unterwegs war. Bürgermeister Josef Heyes, von der WZ darauf angesprochen, ob das früher auch ein Sport für ihn gewesen wäre, erklärte: „Ich bin früher von meinem Vater mit so viel Arbeit auf dem Hof eingedeckt worden, dass ich für so etwas gar keine Energie mehr gehabt hätte.“

Der Vater von Dennis hat offenbar keinen Bauernhof. Der 15-jährige war eigens aus Viersen gekommen. „Es macht einfach Spaß“, erklärte der Schüler – und das auch noch nach bislang zwei Armbrüchen sowie einem angebrochenem Arm und einem angebrochenen Fuß. „Mein Vater ist früher selber Skateboard gefahren und versucht nicht, mich davon abzuhalten“, erklärte der Jugendliche.

Levi (11) hatte sich ein Mini-BMX-Rad mit winzigen Reifen von einem Freund ausgeliehen. Er gehörte zu den wenigen Benutzern der Anlage, die sich mit Knie- und Ellenbogenschonern sowie Helm ins Getümmel wagten. Atemberaubend, wie die Jungs mit ihrem Skateboard quer über eine Metallkonstruktion düsen, die aussieht wie ein Mini-Geländer.

Der Skatersport in Willich hat übrigens seine Heimat bereits seit dem Jahr 1992 neben der Jakob-Frantzen-Halle. Eine alte Halfpipe ist stehengeblieben.

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