Nach fast 30 Jahren schickt die Feuerwehr in Willich ihr Löschfahrzeug in den Ruhestand. Ersatz bringen zwei High-Tech-Wagen, an denen die Einsatzkräfte auch schon üben konnten.

Nach fast 30 Jahren schickt die Feuerwehr in Willich ihr Löschfahrzeug in den Ruhestand. Ersatz bringen zwei High-Tech-Wagen, an denen die Einsatzkräfte auch schon üben konnten.
Guido Görtz (M.) übergibt die Schlüssel an Herbert Aretz (l.) und Robert Delvos.

Guido Görtz (M.) übergibt die Schlüssel an Herbert Aretz (l.) und Robert Delvos.

Norbert Prümen

Guido Görtz (M.) übergibt die Schlüssel an Herbert Aretz (l.) und Robert Delvos.

Anrath. Glänzend rot lackiertes Metall, bekränzt mit einer grünen Girlande, zieht die Blicke im Anrather Feuerwehrgerätehaus auf sich. „Heute werden zwei Fahrzeuge für die Bürger der Stadt Willich in den Dienst gestellt – für die Feuerwehr sind diese Fahrzeuge große Werkzeugkästen.“ Mit diesen Worten eröffnet Robert Delvos, Leiter des Löschzuges, die feierliche Übergabe und Einsegnung von gleich zwei Fahrzeugen. Hinter dem Kennzeichen VIE-FW 292 verbirgt sich ein Hilfslöschfahrzeug (HLF) für den Löschzug Anrath. Nach Willich geht das Fahrzeug mit dem Nummernschild VIE-FW 190, bei dem es sich um ein Löschfahrzeug (LF) handelt.

Zusammen kosten die beiden neuen Fahrzeuge 814 000 Euro

Das alte LF in Willich wäre im nächsten Jahr 30 Jahre alt geworden. Fehlende Sicherheitseinrichtungen und veränderte Anforderungen machten Ersatz dringend notwendig. Das gilt auch für das HLF, das die Anrather Wehr einst vom Flughafen Düsseldorf übernommen hatte. „Jeder Cent ist gut angelegt. Es ist wichtig, dass unsere Feuerwehr bestens ausgestattet ist und vernünftig arbeiten kann“, betont der stellvertretende Bürgermeister Guido Görtz. Wobei das HLF mit 410 000 Euro zu Buche schlägt und das LF noch einmal mit 404 000 Euro.

Beide Fahrzeuge wurden bei der Firma Rosenbauer in Brandenburg gebaut, Schulungen sollen die hiesigen Wehrleute für ihre Benutzung fit machen. Das LF glänzt mit 3000 Litern Fassungsvermögen, Highpress-Löschern und Sonderlöschmitteln für Fett- und Metallbrände, das HLF eignet sich für technische Hilfeleistung und den Einsatz bei Bränden. Es verfügt über einen 2600-Liter-Tank und einen fest verbauten 180-Liter-Schaumtank.

„Die an uns gestellten Aufgaben führen uns an die Grenzen des mach- und vertretbaren. Die Feuerwehr ist kein Verein, sondern eine Institution der Stadt Willich. Sie ist nicht vergleichbar mit den Schützen oder den Karnevalisten. Wir übernehmen gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben, und das ehrenamtlich“, hebt Metzer hervor. Der liebe Gott nutze die Hände der Feuerwehr, baut Metzer indes eine Überleitung an die Segnung der beiden Fahrzeuge, die Pfarrer Markus Poltermann und sein evangelischer Amtskollege Rolf Klein gemeinsam vornehmen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer