Markus Hagedorn erklärt, Spielverein habe die teure Version bestellt.

St. Tönis. „Das ist, also ob sie einen VW-Golf haben wollen, einen Phaeton bestellen und dann doch nur den Golf bezahlen wollen.“ So reagiert Markus Hagedorn auf den gestrigen WZ-Bericht „Festschrift wurde deutlich teurer“. Darin hatten wir berichtet, dass der Spielverein St. Tönis zu seinem 100-jährigen Bestehen eine Festschrift herausgegeben hatte und sich am Ende deutlich höheren Kosten gegenüber sah, als zunächst kalkuliert.

Die Jubiläumsschrift war in der Krefelder Firma von Markus Hagedorn, selbst St. Töniser und bei Teutonia aktiv, gedruckt worden. Was war passiert? „Es war ein Druck in Schwarz-Weiß vereinbart“, erklärt Hagedorn. Dann aber seien ihm die Vorlagen angeliefert worden – mit der Vorgabe, in Farbe zu produzieren. „Ich habe meinen Ansprechpartner vom Spielverein darauf hingewiesen, dass das deutlich teurer ist. Ich habe ihn sogar gebeten, Rücksprache mit seinen Vorstandskollegen zu nehmen“, erklärt der St. Töniser.

„Ich habe darauf hingewiesen, dass das deutlich teurer wird.“

Markus Hagedorn Druckerei-Chef

Der Mann vom Spielverein habe dies zugesagt, möglicherweise aber nicht gemacht. Mit den bekannten Folgen. Die Schrift wurde deutlich teurer. Statt gut 2.500 Euro belief sich die Rechnung nun auf über 6.000 Euro.

Vom Spielverein sei daraufhin die Anfrage gekommen, ob der Auftrag noch zu stornieren sei. „Da war die Festschrift sogar schon ausgeliefert“, sagt Hagedorn. „Sie liegt im Ballschrank des SV.“

Was ihn auf die Palme treibt, sind Aussagen, er habe den Auftrag so nicht bekommen. „Wie soll ich denn an die ganzen Daten und Vorlagen gekommen sein“, fragt er. Und: Weil die Vorlagen, die er bekam, so nicht druckfähig gewesen seien, habe er sie aufbereitet. „Das hat 1.500 Euro gekostet. Die habe ich dem Spielverein gespendet.“ Außerdem habe sein Betrieb 150 Exemplare mehr gedruckt.

Einen Teilbetrag habe der SV überwiesen, den Rest des Geldes fordert Hagedorn nun ein. Und noch eines ist ihm ganz wichtig: „Das Ganze hat mit meiner Tätigkeit bei Teutonia nichts das Geringste zu tun. Ich wäre doch verrückt, wenn ich ausgerechnet ein Angebot an den anderen örtlichen Verein von mir aus so überziehen würde.“

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