Da war die Transparenz-Offensive aber ganz schnell beendet. Der aus dem Amt geschiedene Parteichef begründet seinen Schritt mit dem Verstoß gegen sein Motto „Gemeinsam gestalten“. Er selbst verabredet sich hinter dem Rücken des Fraktions-Chefs mit anderen Stadtverordneten, um einen eigenen Kandidaten durchzudrücken. Das war zwar gemeinsam, aber eben gemeinsam gemobbt.

Alexander Decher setzt eine unselige Tradition fort. Parteivorsitzende der Union treten immer mit großen Zielen an und müssen schnell feststellen, dass sie eigentlich keinen Einfluss haben. Immerhin hat Decher einen wenn auch zweifelhaften Rekord aufgestellt: So schnell war selbst in Tönisvorst noch nie ein Parteichef weg. Daraus kann man nur einen Schluss ziehen: Er konnte es nicht.

Bei seiner Stellvertreterin ist es anders: Anja Lambertz-Müller könnte es vielleicht. Sie will aber nicht. Für sie ist es bereits das zweite Mal, dass sie zurückzog, nachdem ihr der Wind ins Gesicht blies. Bereits in der Nachfolge von Jörg Geulmann hatte sie gekniffen. Eines bleibt, aber damit kann man keine Politik machen: Ratlosigkeit.

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