Heute geht es unter anderem um ein farbenfrohes Piano und arg verblasste Schilder an den Straßen.

Ein Rundgang durch Willich hat gezeigt, dass sich im Kaisersaal einiges tut. Während der Willicher Ratssitzung tat sich auf den Tablets der Stadtverordneten auch einiges. Keine ruhige Kugel schieben Kegler in Anrath.
Der Anrather Kegelverein „Se waggele“ besteht bereits seit 55 Jahren.

Der Anrather Kegelverein „Se waggele“ besteht bereits seit 55 Jahren.

Volker Rixen vom Bauhoft, Sabine Dicker vom Fachbereich Personal, Bürgermeister Thomas Goßen, Jubilar Stephan Teller und Beigeordnete Nicole Waßen (v.l.).

„Gänseier bleiben ganz““ ist auf dem Aufkleber zu lesen. Viele Kunden hatten bisher Hemmungen, die Nummer 53 am Automaten zu drücken.

Volker Rixen vom Bauhoft, Sabine Dicker vom Fachbereich Personal, Bürgermeister Thomas Goßen, Jubilar Stephan Teller und Beigeordnete Nicole Waßen (v.l.).

„Ein Klavier, ein Klavier“: Schüler des Lise-Meitner-Gymnasiums und der Förderschule in Schiefbahn haben das alte Instrument zum Kunstobjekt umgestaltet.

Die Straßengemeinschaft hat beantragt, stark verblasste Schilder auszutauschen.

„Ein Klavier, ein Klavier“: Schüler des Lise-Meitner-Gymnasiums und der Förderschule in Schiefbahn haben das alte Instrument zum Kunstobjekt umgestaltet.

Bild 1 von 7

Der Anrather Kegelverein „Se waggele“ besteht bereits seit 55 Jahren.

Willich/Tönisvorst. „Ein Klavier, ein Klavier.“ An den legendären Sketch von Loriot um das Instrument, das eine gewisse Berta Panislovski aus Massachusetts als Geschenk an ihren Sohn in Deutschland geschickt hat, musste der Stadtflüsterer jetzt denken. Auf den Tisch geflattert war ihm eine Pressemitteilung aus dem Lise-Meitner-Gymnasium in Anrath. Dort werden neue Wege zur Umsetzung des Inklusionsgedankens beschritten. Konkret arbeiteten in einem gemeinsamen Musikprojekt Schüler des LMG und der Förderschule Ost des Kreises Viersen zusammen. Jeweils montags traf man sich in Schiefbahn. Dort sollte ein altes, nicht mehr bespielbares Klavier in ein Kunstwerk umgewandelt werden. Das Instrument wurde dafür vollkommen zerlegt, um die einzelnen Bauteile kennenzulernen. Weiter ging es an die Neugestaltung mit Schleifen, Grundieren und Lackieren in den Farben der Stadt Willich. Während der Arbeit wurden Klavierwerke gehört – und so stieß die Gruppe auf Beethovens „Die Wut über den verlorenen Groschen“. Diese Komposition ließ sich mit Hilfe des Kunstobjekts darstellen. Furios fliegen auf der einen Seite Tasten aus dem Instrument, während rechts die Hämmerchen aus dem Instrument zu fließen scheinen. Entsprechende Fotos vom Vorher und Nachher des Instruments wurden mitgeschickt. Da kann der Flüsterer nur sagen: „Ein Klavier, ein Klavier. Mutter, wir danken dir!“

Keine Sorge: Gänseeier halten einiges aus

Die Milchtankstelle der Familie Stauten in Neersen bietet einiges über den Einkauf von frischer, naturbelassener Vollmilch hinaus. Im großen Automaten können unter anderem Äpfel, Nussecken, Käse, Wurst und Kartoffelsalat gezogen werden. Und dann gibt es dort auch noch etwas Zerbrechliches und das sind Gänseeier. Anscheinend trauen sich die Kunden aber nicht die Nummer 53 zu drücken, hinter der die großen Eier unverpackt warten. Sie befürchten vielleicht, dass das Ei nicht heil in der Entnahmeschale ankommen könnte. Daher verkündet jetzt ein knallgelbes Schild, dass die Gänseeier ganz bleiben. Nummer 53 kann also völlig ohne Sorgen gewählt werden. Dem Genuss eines Gänseeies steht nichts im Weg.

Ein idyllischer Bauernhof, wie man ihn sich heute noch wünscht: Mit Ackerbau, Milchbetrieb, Schweinen und Hühnern. Auf genau so einem landwirtschaftlichen Betrieb in Vorst – mit allen Qualifikationen, die das erforderte – ist Stephan Teller (53) groß geworden. Was die Nähe zur Natur erklärt. Jetzt konnte der 53-Jährige aus den Händen von Bürgermeister Thomas Goßen seine Ehrenurkunde erhalten: für 25 Jahre treue Pflichterfüllung bei der Stadt Tönisvorst. Denn seit dem 1. April 1993 ist Stephan Teller bei der Stadt Tönisvorst im Bauhof tätig. Und welche Lieblingslandschaften hat er nach dem Niederrhein? Entweder die Insel Wangerooge in der Nordsee oder aber die Eifel mit ihren Wechsel aus Vulkanlandschaften und welligem Hochland. Dort verbringt der 53-Jährige auch gerne gemeinsam mit der Familie jeweils seinen Urlaub.

Beim Apfelblütenlauf wird auch gefahren

Ein schöner Service: Der Bürgerbus Tönisvorst beteiligt sich am Sonntag, 22. April, erneut am Vorster Apfelblütenlauf. Unterstützt von zwei Fahrzeugen des Bürgerbus-Vereins Anrath werden Shuttle-Fahrten zum Veranstaltungsort angeboten. Diese fahren in der Zeit von 9 bis 16 Uhr kostenlos zwischen der Haltestelle Wilhemplatz in St. Tönis und der Gerkeswiese in Vorst und bringen Sportler und Besucher zum Apfelblütenlauf und wieder zurück. Von der Gerkeswiese sind es nur wenige Minuten zu Fuß zum Event. Die Parkplätze rund um den Start- und Zieleinlauf bei action medeor sind dagegen begrenzt.

Geretter Müll-Fund wieder an Ort und Stelle

Es hängt wieder! Die Rede ist vom Schild „Dechant-Giesenfeld-Gasse“, das im Vorjahr am Durchgang vom Kirchplatz zum Pastorswall in St. Tönis bei Bauarbeiten abmontiert und auf den Müll geworfen worden war (der Flüsterer berichtete). Eine Anwohnerin konnte es damals retten, Rolf Schumacher, Ehrenvorsitzender des Heimatbundes, regte an, es wieder zu montieren. Schließlich hatte der Heimatbund selbst Jahre zuvor die namenlosen Gassen von St. Tönis mit diesen Schildern versehen. Lange passierte nach Schumachers Anregung nichts. Doch seit kurzem erinnert das Schild wieder an Dechant Giesenfeld. Dieser war während und nach dem Zweiten Weltkrieg in St. Tönis tätig und maßgeblich am Wiederaufbau der St. Cornelius-Kirche beteiligt.

Ein großer Erfolg war auch in diesem Jahr die Oster-Fußballschule des SV St. Tönis. Mehr als 50 Kinder haben beim viertägigen „Trainingslager“ auf der Platzanlage des Spielvereins ein abwechslungsreiches Programm erfahren. Neben allen möglichen Spiel- und Trainingsformen wurde den Teilnehmern unter anderem ein professionelles Koordinationstraining sowie der Besuch des DFB-Mobils geboten, bei dem die Kinder die neuesten Methoden kennen lernen durften. Außerdem schauten die beiden Eishockey-Profis der Krefeld Pinguine, Kurt Davis sowie Adrian Grygiel, vorbei und wurden in den Trainingsablauf integriert. Wie in jedem Jahr wurde die Oster-Fußballschule von der Sparkasse Krefeld unterstützt. Filialleiter Horst Klausmann war am letzten Tag des Camps persönlich vor Ort.

Jugendtreff heißt jetzt „Das Wohnzimmer“

Es ist entschieden: Der ehemalige Jugendtreff Vorst heißt jetzt „Das Wohnzimmer“. Das ist das Ergebnis eines großen Ideenwettbewerbes an dem sich viele Kinder und Jugendliche beteiligt haben. Unter der Leitung von Annika Weyers lädt „Das Wohnzimmer“ alle Vorster Kinder und Jugendlichen zum Quatschen, Spielen, Kreativ sein oder auch einfach zur zum gemeinsamen „Abhängen“ ein.

Straßengemeinschaft Theo-Mülders-Straße feiert

Die Straßengemeinschaft Theo-Mülders-Straße und ihr Vorsitzender Klaus Düster planen in diesem Jahr für September wieder ein Straßenfest. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Anfang Juli wird die Straßengemeinschaft eine Fahrt mit dem Rad zum Weberhaus nach St. Hubert und zur Bockwindmühle in Tönisberg durchführen. Anschließend wird man in Hüls bei Kaffee und Kuchen einkehren. Aktuell hat die Straßengemeinschaft einen Antrag an die Stadtverwaltung auf den Weg gebracht, um die kaum noch zu erkennenden Schilder an der Theo-Mülders-Straße/Willicher Straße auszutauschen. Die Straßengemeinschaft „Theo’s Nachbarn“ besteht seit 2001 und zählt heute über 130 Mitglieder.

Selbstauferlegte Strafe bringt 200 Euro

121 Mitglieder hat die Tönisvorster Hilfe, die – wir haben berichtet – 30 000 Euro benötigt, um eine zentrale Lager- und Ausgabestelle hinter der Rosentalhalle errichten zu lassen – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Stadt. Da ist jede Spendenmark willkommen. In dem Zusammenhang erzählte Vorsitzender Jürgen Beyer von einem unerwarteten Betrag. Ein Mitglied war zwei Jahresbeiträge im Rückstand. Summa summarum 24 Euro. Der Mann überwies 224 Euro mit dem eigenen Vermerk: „200 Euro Strafe“.

Kabarett-Programm in der JVA

Der Kunst- und Literaturverein für Gefangene e.V. in Dortmund hat im Rahmen des Projektes „Kultur hinter Mauern“ gestern Nachmittag den Kabarettisten Fatih Cevikkollu nach Anrath gebeten. Er präsentierte in der JVA sein Programm „Fatihmargana“.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer