Die gebürtige Grefratherin Ira Ingenpaß betreibt seit 25 Jahren ihr Geschäft in der St. Töniser Innenstadt.

studio
Ira Ingenpaß hat in 25 Jahren die Entwicklung zur digitalen Fotografie begleitet.

Ira Ingenpaß hat in 25 Jahren die Entwicklung zur digitalen Fotografie begleitet.

Kurt Lübke

Ira Ingenpaß hat in 25 Jahren die Entwicklung zur digitalen Fotografie begleitet.

St. Tönis/Grefrath. „Meine Welt besteht aus Bildern, Formen und Farben. Und ich liebe Menschen.“ Wer diese beiden Sätze aus dem Mund von Fotografenmeisterin Ira Ingenpaß hört und dabei das Strahlen in ihrem Gesicht sieht, der weiß, warum sie Fotografin ist. Und dies seit nun 25 Jahren mit einem eigenen Geschäft an der Ecke Hoch-/Marktstraße in St.Tönis. Die Sätze stehen nicht nur am Anfang eines Imagefilms, den sie sich zum Firmenjubiläum gönnte, sondern stehen für ihre Leidenschaft, die sie zum Beruf machte.

In einer Vitrine stehen die Kameras aus früheren Tagen

Schon mit 15 Jahren wollte die gebürtige Grefatherin Fotografin werden: „Meine erste Kamera war eine Canon AE1.“ Und diese erste Kamera hat sie auch noch, Sie steht in ihrem Studio in einer Vitrine, so wie fast alle Kameras, die folgten und heute nicht mehr im Einsatz sind. Die Vitrine ist ein kleines Museum, da sie die Entwicklung der Fotografie über mehr als 30 Jahre verdeutlicht.

Ihren Traum konnte Ira Ingenpaß nach dem Abitur mit einer Ausbildung in Moers verwirklichen. Schon vorher hatte sie Filme und Fotos selbst entwickelt, dort lernte sie das Handwerk der Fotografie von der Pieke auf. Nach der Ausbildung folgte die erste Anstellung bei einem Fotostudio in Hilden. Wo ihr auch das Angebot unterbreitet wurde, ein Fotostudio in St.Tönis zu übernehmen. Dort hatte der Willicher Fotograf Norbert Dill eines seiner Studios, das er aber aufgeben wollte.

Bilder sind für Ingenpaß keine Zufallsprodukte

Beim Angebot passte alles: Auch die Nähe zu ihrer Heimat führte letztlich dazu, dass sie das Studio übernahm, umbaute und am 10. März 1990 eröffnete. Im Laufe der Jahre stand die „Revolution durch die digitale Fotografie“ an, wodurch Ingenpaß das Handwerk nach eigenem Bekunden noch einmal lernen musste. Die Arbeit mit den Fotos verlagerte sich aus der Dunkelkammer an den Rechner.

Eines aber hat sich für Ira Ingenpass durch die technische Revolution nicht geändert. Denn bei allen Möglichkeiten der Bildbearbeitung müsse man immer erst einmal ein Bild haben. „Ein Bild ist kein Zufallsprodukt“, sagt die Meisterin. „Es steht bei mir schon vorher im Kopf fest, die Technik dient nur noch zum Verfeinern.“

Auszüge aus ihrem breiten Angebot sind auf ihrer Homepage zu finden: Hochzeiten, Taufen, Familien und mehr. Bei der Arbeit mit den Menschen sieht man, wie der Traum von Ira Ingenpaß wahr wurde. Ein Projekt der jüngeren Zeit sind die Generationen-Bilder, bei denen drei oder vielleicht auch vier Generationen bei einem Fotoshooting auf Leinwand oder Papier gebannt werden.

Kunden und Freunde kamen auf ein Glas Sekt vorbei

Gefeiert wurde der Jubiläumstag mit vielen Kunden und Freunden. „Ein Glas Sekt auf das Jubiläum, Erinnerungen an die vergangenen 25 Jahre und gute Wünsche für die Zukunft gab es reichlich“, berichtet Ingenpaß. Auch die Handwerkerfreunde – Ingenpaß ist im Vorstand des Vereins „Handwerker in Tönisvorst“ aktiv – kamen zum Gratulieren. Im Gepäck hatten die Gäste auch Überraschungen. So eine große Torte mit dem Firmenlogo und eine Leinwand mit Fotos, Zeitungsartikeln und Werbung aus 25 Jahren „Fotostudio 1“.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer