In Willich, St. Tönis, Oedt, Vorst und Kempen hat die WZ auf Kirchenfenstern die Weihnachtsgeschichte gefunden. Auch Sternsinger sind in einem Fall dargestellt.

In Willich, St. Tönis, Oedt, Vorst und Kempen hat die WZ auf Kirchenfenstern die Weihnachtsgeschichte gefunden. Auch Sternsinger sind in einem Fall dargestellt.
Oben ist ein Ausschnitt aus dem „Weihnachts-Fenster“ im Chor der Pfarrkirche St. Godehard in Vorst zu sehen. Links darunter: Mit dem Brauch des Sternsingens beschäftigt sich dieses Fenster im „Niersdom“ in Oedt. Rechts ein Fenster in der Kapelle Klein Jerusalem in Neersen. Es zeigt aber nicht die Geburt in Bethlehem, wie man meinen könnte, sondern den Heiligen Antonius, den eine Frau um Segnung ihres Kindes bittet.

Oben ist ein Ausschnitt aus dem „Weihnachts-Fenster“ im Chor der Pfarrkirche St. Godehard in Vorst zu sehen. Links darunter: Mit dem Brauch des Sternsingens beschäftigt sich dieses Fenster im „Niersdom“ in Oedt. Rechts ein Fenster in der Kapelle Klein Jerusalem in Neersen. Es zeigt aber nicht die Geburt in Bethlehem, wie man meinen könnte, sondern den Heiligen Antonius, den eine Frau um Segnung ihres Kindes bittet.

Oben ist ein Ausschnitt aus dem „Weihnachts-Fenster“ im Chor der Pfarrkirche St. Godehard in Vorst zu sehen. Links darunter: Mit dem Brauch des Sternsingens beschäftigt sich dieses Fenster im „Niersdom“ in Oedt. Rechts ein Fenster in der Kapelle Klein Jerusalem in Neersen. Es zeigt aber nicht die Geburt in Bethlehem, wie man meinen könnte, sondern den Heiligen Antonius, den eine Frau um Segnung ihres Kindes bittet.

Oben ist ein Ausschnitt aus dem „Weihnachts-Fenster“ im Chor der Pfarrkirche St. Godehard in Vorst zu sehen. Links darunter: Mit dem Brauch des Sternsingens beschäftigt sich dieses Fenster im „Niersdom“ in Oedt. Rechts ein Fenster in der Kapelle Klein Jerusalem in Neersen. Es zeigt aber nicht die Geburt in Bethlehem, wie man meinen könnte, sondern den Heiligen Antonius, den eine Frau um Segnung ihres Kindes bittet.

Auf diesem Motiv in der Pfarrkirche St. Cornelius in St. Tönis kündigt der Erzengel Gabriel Maria die Geburt Christi an.

Auch im rechten Seitenschiff der Propsteikirche in Kempen gibt es ein Fenster mit Christi Geburt in Bethlehem. Es stammt aus einer Reihe von Fenstern mit Szenen des freudenreichen Rosenkranzes.

1903 entstand dieses Fenster in der Oedter Pfarrkirche St. Vitus. Das Krippenbild im Nazarener Stil zeigt Jesus, Josef und die Hirten. Im Stall sind Esel und teilweise auch der Ochse zu erkennen. Darüber schweben die Engel. Der Entwurf zu dieser Glasmalerei stammt von Friedrich Stummel.

Wie erschreckt schlägt der Heilige Josef auf einem Fenster der Willicher Katharinen-Kirche eine Hand vor den Mund. Die Gottesmutter Maria schlummert ganz gelassen, das Jesuskind sieht etwas kränklich aus.

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Oben ist ein Ausschnitt aus dem „Weihnachts-Fenster“ im Chor der Pfarrkirche St. Godehard in Vorst zu sehen. Links darunter: Mit dem Brauch des Sternsingens beschäftigt sich dieses Fenster im „Niersdom“ in Oedt. Rechts ein Fenster in der Kapelle Klein Jerusalem in Neersen. Es zeigt aber nicht die Geburt in Bethlehem, wie man meinen könnte, sondern den Heiligen Antonius, den eine Frau um Segnung ihres Kindes bittet.

Kreis Viersen. Die Gottesmutter ist eingeschlummert. Und auch das Jesuskind in ihrem Arm sieht müde, wenn nicht gar krank aus: Seine Gesichtsfarbe lässt auf Gelbsucht schließen. Der Heilige Josef wirkt deshalb wohl ein wenig besorgt: In der linken Hand hält er noch locker den Stab, während er die Rechte wie erschreckt vor den Mund schlägt. Sind es die vielen jubilierenden Engel um ihn herum, die ihn so aus der Fassung bringen? Oder doch eher der Anblick des Jesuskindes? Die Frage bleibt offen. Hirten, Schafe und die Heiligen Drei Könige halten sich vornehm im Hintergrund. Der Glasmaler Walther Benner hat Mitte der 1950er Jahre die Geburt Christi so dargestellt. Zu sehen ist sein Werk auf einem Chor-Fenster in der Pfarrkirche St. Katharina in Willich.

Dass bemalte Fenster eine ganze Geschichte erzählen können, ist keine neue Erfindung: Schon im Mittelalter gab es auf Kirchenfenstern die Tradition der Bibel für die Armen. Da die meisten Menschen damals nicht lesen konnten, sollten ihnen die biblischen Erzählungen in leuchtenden Farben auf den Fenstern vor Augen geführt werden. Was nach der Reformation aus der Mode kam: Schlichte Fenster waren nun gefragt. Erst im 19. Jahrhundert setzte die Begeisterung für farbige Glasmalerei wieder ein. Zwischen Willich und Kempen haben wir uns nach weihnachtlichen Fenstern umgeschaut.

Nur wenige Motive, die sich mit der Ankunft des Erlösers beschäftigen, finden sich in der Pfarrkirche St. Cornelius in St. Tönis. In der Taufkapelle ist die Taufe Jesu abgebildet. Am ehesten behandelt ein Fenster im Seitenchor die Geburt Christi. Es zeigt Maria, als ihr der Erzengel Gabriel die Geburt ankündigt – was neun Monate vor Weihnachten gefeiert wird.

Ganz anders sieht es im „Niersdom“ aus, wie die Oedter ihre Pfarrkirche St. Vitus nennen. Dort gibt es ein Krippenbild im Nazarener Stil. „Das Bildnis von Christi Geburt hat die Firma Wilhelm Derix 1903 nach Entwurf von Friedrich Stummel fertiggestellt“, weiß Karl A. Willmen, Vorsitzender des Heimatvereins. Zu sehen sind die Heilige Familie – Josef hält eine Kerze, Maria hebt ein Tuch an, Jesus liegt in der Krippe. Davor zwei Hirten, im Hintergrund sind Esel und (andeutungsweise) Ochs zu erkennen. Das Fenster im Chor ist in Antikglas/Blei/Schwarzlot ausgeführt.

Eine Besonderheit sind in St. Vitus die Niederrheinischen Brauchtums-Fenster. Sie wurden von dem St. Töniser Künstler Günther Hoff entworfen und von der Kunstglaserei Derix in Taunusstein 1987 gefertigt. Ein Fenster zeigt das Sternsingen am Dreikönigstag.

Auch in der Kempener Propsteikirche beschäftigt sich ein Fenster mit der Ankunft des Heilands. Es ist im Seitenschiff auf der Südseite zu finden. Dort sind die Geheimnisse des freudenreichen Rosenkranzes dargestellt – darunter „Jesus, den du, o Jungfrau, geboren hast“. Sämtliche Fenster in den Seitenschiffen wurden in den Jahren 1893 bis 1900 angefertigt. Sie überstanden den Zweiten Weltkrieg, weil sie ausgebaut worden waren. Nach dem Krieg wurden sie von der Firma Hein Derix (Kevelaer) restauriert.

Ein Fenster im Hauptchor der Vorster Pfarrkirche St. Godehard, die 1896 eingeweiht wurde, zeigt ebenfalls die Heilige Familien in Bethlehem. Alle Fenster hatte damals Kaplan Ohthers bei der Glasmalerei Oidtmann in Linnich bestellt, steht im Kirchenführer.

Zum Schluss schauen wir noch kurz in die Kapelle Klein Jerusalem in Neersen. Das nach dem Dreißigjährigen Krieg erbaute Gotteshaus kündigt von den ersten und letzten Tagen Christi auf Erden. Es gibt dort eine Nachbildung der Geburtsgrotte und auf dem Dach Wetterfahnen mit den Heiligen Drei Königen unter dem Stern von Bethlehem. Ein kleines Fenster im Chor der Oberkirche zeigt aber nur scheinbar die Geburt Christi. Tatsächlich ist darauf der Heilige Antonius zu sehen, den eine Frau um Segnung ihres Kindes bittet.

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