Der Ausbau der Blumenstraße ist beschlossen. Zuvor war das Vorhaben zwei Mal gescheitert.

St. Tönis. Es führt nach Meinung der Verantwortlichen bei der Stadtverwaltung kein Weg mehr daran vorbei: Die Blumenstraße in St. Tönis muss umgehend, wahrscheinlich im Frühjahr oder Frühsommer, ausgebaut werden und unter anderem eine neue Asphaltdecke erhalten.

Ausbesserungen würden, so Marcus Beyer im Bau- und Umweltausschuss, nichts mehr bringen. Die Fahrbahn sei auch an den Rändern in einem irreparablen Zustand, die Oberflächenentwässerung und das gesamte Gefüge seien völlig zerstört. Einstimmig befürwortete der Ausschuss die Baumaßnahme, die auch durch Anliegerbeiträge von den Anwohnern mit finanziert werden muss.

Umbaumaßnahmen bereits zwei Mal abgelehnt

Schon zwei Mal, 1998 und 2000, hatte die Verwaltung den Ausbau der reinen Anliegerstraße, zwischen Hospitalstraße und Vorster Straße, vorgeschlagen. Dies scheiterte damals an den eheblichen Protesten der Anwohner, die dafür keine Beiträge zahlen wollten. So hatte sich der Ausschuss zuletzt im August 2000 mit 6:7 Stimmen gegen den Umbau ausgesprochen.

Da der Mischwasserkanal in Ordnung sei – eventuell müssten aber einzelne Hausanschlüsse je nach Notwendigkeit erneuert werden – würden die Kosten für den Straßenumbau nach groben Schätzungen rund 265 000 Euro betragen. Und an diesen Kosten müssten sich die Anwohner mit 50 Prozent beteiligen. Je nach Grundstücksgröße kämen auf die Eigentümer Kosten zwischen 1700 bis 9000 Euro zu. Mit etwa 25 000 Euro will sich NEW an den Gesamtkosten beteiligen.

Gespräche mit Verantwortlichen und Anwohnern folgen

Der Energieversorger wollte eigentlich noch Ende dieses Jahres damit beginnen, in die Blumenstraße neue Gas-, Wasser- und Stromleitungen zu legen. Dies solle aber jetzt, so Marcus Beyer, erst dann erfolgen, wenn die Straßenbauarbeiten vergeben seien. In den nächsten Wochen will deshalb die Verwaltung noch Gespräche mit dem Versorgungsträger, aber auch mit den Anwohnern führen.

Bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses haben die Energieberater Manfred Grauthoff und Jens Steinhoff (Institut für Regionalmanagement) die Wichtigkeit eines Klimaschutzkonzepts verdeutlicht. Dieses sei für private und städtische Gebäude nötig. Dabei ginge es unter anderem um die Strom- und Gasverbräuche. Die Gäste hatten das Klimakonzept des Kreises auf Tönisvorst runtergebrochen.

Nun waren alle im Ausschuss für die Maßnahme, die erst im nichtöffentlichen Teil diskutiert werden sollte, dann schließlich vom Vorsitzenden Helge Schwarz in den öffentlichen Teil geholt wurde. Kämmerin Nicole Waßen fasste die allgemeine Meinung zusammen: „Jetzt geht es nicht mehr darum, ob wir die Straße ausbauen, sondern nur noch in welcher Form.“ schö

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