Der St. Töniser Heimatbund hat sein beliebtes Gewinnspiel neu aufgelegt. Zwei WZ-Redakteure haben sich daran versucht.

Der St. Töniser Heimatbund hat sein beliebtes Gewinnspiel neu aufgelegt. Zwei WZ-Redakteure haben sich daran versucht.
Werner Dohmen (l.) und Peter Korall versuchen, das Heimatbund-Quiz zu lösen. Dabei spielt auch die Dame rechts eine Rolle.

Werner Dohmen (l.) und Peter Korall versuchen, das Heimatbund-Quiz zu lösen. Dabei spielt auch die Dame rechts eine Rolle.

Um St. Tönis dreht sich das Quiz des Heimatbundes. Immer wieder spielt bei diesen Gewinnspielen das Alte Rathaus eine Rolle. Archiv

Werner Dohmen (l.) und Peter Korall versuchen, das Heimatbund-Quiz zu lösen. Dabei spielt auch die Dame rechts eine Rolle.

Kurt Lübke/Heimatbund, Bild 1 von 3

Werner Dohmen (l.) und Peter Korall versuchen, das Heimatbund-Quiz zu lösen. Dabei spielt auch die Dame rechts eine Rolle.

St. Tönis. Der eine ist Jahrgang 1959, der andere 1961. Beide sind seit vielen Jahren Lokalredakteure bei der WZ und als solche auch für Tönisvorst zuständig. Beide fühlen sich herausgefordert durch das Quiz des Heimatbundes St. Tönis. Das steht auf dessen Homepage und fordert profunde Kenntnisse in Heimatkunde. Die beiden Redakteure machten sich daran. Um festzustellen, dass ihr Wissen tatsächlich nicht schlecht ist. Auch wenn bisweilen der Zufall ein wenig half.

Die erste Frage ist nichts zum Aufwärmen. Wie hieß die Antoniusstraße früher? Das will das Quiz wissen. „Mit ein bisschen raten geht’s“, sagt Werner Dohmen. Ein Kommentar über die nächste Frage verbietet sich für das Duo: „Ganz einfach!“ Bei der nächsten Frage hilft der Hinweis in der Aufgabenstellung ein bisschen.

Und dann passiert’s: Korall und Dohmen wissen nicht, welcher Platz in der Zeichnung aus dem Jahr 1900 gesucht wird. Beim Monopoly würde das bedeuten: Zurück auf Los. Also, noch mal von vorne. „Yeah“, jubelt Korall auf die nächste Frage. Da ist anhand eines Luftbildes zu klären, an welcher Kreuzung man sich befindet. Der WZ-Redakteur hat in einem Haus, das an einer Kreuzung zu sehen ist und das kürzlich abgerissen wurde, schon mal alten Kram getrödelt.

Eine der falschen Antworten ist schnell gefunden – aber dann . . .

Dann eine wahre Herausforderung: Wo befindet sich das schmiedeeiserne Kunstwerk? Das große Rätselraten setzt ein. Das WZ-eigene Foto im Bildarchiv wird bemüht, aber so richtig ist das alles nicht zu erkennen. Ein kleiner Hinweis sei erlaubt: Die Streuffmühle ist die völlig verkehrte Antwort. Das ahnen Korall und Dohmen, beraten sich ein wenig, dann der Klick – richtig.

Bei der nächsten Frage macht sich bezahlt, dass die WZ sich immer wieder Heimatkunde-Themen widmet. „Das Bild kenne ich“, sagt Werner Dohmen lässig, während sein Kollege den entscheidenden Klick setzt.

Dagegen fühlen sich beide bei Frage 8 aufs Glatteis geführt. Der schnelle Klick unterbleibt, erst will das Bild diskutiert werden. Und auch hier der kleine Hinweis: Bei der richtigen Antwort hilft die Beflaggung im Hintergrund des Fotos.

Die Herausforderung mit der niederrheinischen Mundart

Es folgt die nächste Herausforderung: Die beiden Männer stammen eher aus dem Niederrhein-Randgebiet (Mönchengladbach-Giesenkirchen und Heinsberg-Randerath), sollen sich aber jetzt einer Mundart-Frage widmen. Das klappt trotz der Widrigkeiten vorzüglich. „So hat mein Vater das immer gesagt“, erinnert sich Korall.

Dann wird ein falsches Stadttor gesucht. Hier hilft der Abgleich: Was ist realistisch? Wie sieht das heute aus? Flugs geht’s weiter zu Frage 11. Hier kommt dem Rateteam zu Gute, dass Dohmen ein ausgezeichneter Kenner des heimischen Liedgutes ist. St. Martin inbegriffen. Die nächste Frage ist eine ähnliche Kategorie wie gleich zu Beginn die zweite: kein Problem.

Bei der vorletzten Frage wird’s nochmal richtig tückisch

Bei der nächsten Frage ist für Eingeweihte ganz schnell zu erkennen, dass Werner Lessenich, Archivar des Heimatbundes, seine Finger im Spiel hatte. Wie sonst sollte es in Zusammenhang mit der Schäferstraße eine Antwortmöglichkeit geben, die mit Winfried Schäfer, dem früheren Spieler von Borussia Mönchengladbach zu tun hat? Dennoch, zwei ernsthafte Antwortmöglichkeiten bleiben, Korall ergreift die 50:50-Chance und klickt – richtig. Durchatmen. Manchmal braucht’s Bauchgefühl oder eine Münze, die man werfen kann.

An Quizteilnehmer 65+ richtet sich Frage 14: Wie lautete die bis 1961 für St. Töniser Adressen zuständige Leitgebietszahl? Als Antwortmöglichkeiten stehen 20c, 21b, 22a oder 23d zur Verfügung. Als wäre Günter Jauch in die Stadtgeschichte eingestiegen. Es setzt eine intensive Recherche ein, das Internet wird bemüht, Wikipedia gequält und die Erfahrung aus langjähriger Archivarbeit eingesetzt. Das Ergebnis: „Wir müssen raten.“ Und dabei hilft das Glück des Tüchtigen: Obwohl die Chance nur 25 Prozent hoch ist, raten die Männer richtig. Um dann bei der letzten Fragen nur müde zu lächeln: Natürlich kennen sie die Brauereien, nach den gefragt wird. Das sind alteingesessene Unternehmen.

Uff – geschafft. Jetzt ist die Hoffnung auf einen Gewinn da: eine Kaffeetasse.

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