Vier Südamerikaner sind zu Gast an der Liebfrauenschule. Sie lieben besonders deutsche Süßigkeiten.

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Fünf junge Südamerikaner auf einem Tisch (v.l.): Sharon Andrea Hinojosa Vargas, Ximena Yance Morales, Michael Stephan Zöger, María José Muñoz und Juan José Gomez. Hinter ihnen stehen die Liebfrauenschülerinnen Hannah Mertens (l.) und Franziska Holtmanns. In der Mitte: Spanischlehrerin Maike Schwich.

Fünf junge Südamerikaner auf einem Tisch (v.l.): Sharon Andrea Hinojosa Vargas, Ximena Yance Morales, Michael Stephan Zöger, María José Muñoz und Juan José Gomez. Hinter ihnen stehen die Liebfrauenschülerinnen Hannah Mertens (l.) und Franziska Holtmanns. In der Mitte: Spanischlehrerin Maike Schwich.

Kurt Lübke

Fünf junge Südamerikaner auf einem Tisch (v.l.): Sharon Andrea Hinojosa Vargas, Ximena Yance Morales, Michael Stephan Zöger, María José Muñoz und Juan José Gomez. Hinter ihnen stehen die Liebfrauenschülerinnen Hannah Mertens (l.) und Franziska Holtmanns. In der Mitte: Spanischlehrerin Maike Schwich.

Mülhausen/St. Tönis. Schokolade, Schokolade und nochmals Schokolade – für fünf Schüler aus Lateinamerika, die zurzeit die Mülhausener Liebfrauenschule besuchen, gehört die Süßigkeit aus deutscher Herstellung zum Besten, was ihr Gastland zu bieten hat. Das erscheint auf den ersten Blick umso erstaunlicher, als die wesentliche Zutat von Schokolade, der Kakao, aus Lateinamerika stammt. „Das stimmt zwar“, sagt der junge Peruaner Michael Stephan Zöger, der seinen deutschen Namen mit einem ausgewanderten Urgroßvater erklärt. „Aber hier schmeckt die Milchschokolade einfach super.“

Die peruanischen Schüler bleiben zwei Monate

Neben Michael gehören Sharon Andrea Hinojosa Vargas und Ximena Yance Morales zur Peru-Gruppe am Mülhausener Gymnasium. Ein weiteres Mädchen aus diesem Land besucht derzeit das Michael-Ende-Gymnasium in St. Tönis. Die Schüler bleiben zwei Monate.

Die Liebfrauenschule nimmt in diesem Jahr zum vierten Mal an einem Austausch mit der Organisation CAPA (Centro de Amistadt Peruano Alemán/Zentrum der peruanisch-deutschen Freundschaft) teil. Die Gastschüler im Alter von 15 und 16 Jahren wohnen bei Familien mit gleichaltrigen Kindern. Sie möchten am Niederrhein unter anderem ihre Deutschkenntnisse vertiefen.

Das selbe gilt für Juan José Gómez und María José Muñoz aus Kolumbien, einem Nachbarland Perus. Auch sie besuchen den Unterricht und wohnen bei Gastfamilien, allerdings auf private Initiative hin. Ein halbes Jahr verbringen sie in Deutschland. Und haben sich schon gut eingelebt: María zum Beispiel gibt in Kempen Hip-Hop-Tanzkurse. Neben der Schokolade ist sie auch vom Käsekuchen begeistert.

Damit auch die Deutschen neue Gerichte kennenlernen, wird gemeinsam gekocht. Ximena hat „papa a la Huiancaína“ zubereitet, eine typische Speise aus ihrem Heimatland, die aus Kartoffeln und einer speziellen Soße besteht.

Vier Liebfrauenschülerinnen reisen im Sommer nach Peru

Im nächsten Sommer können vier Liebfrauenschülerinnen dieses Gericht dann sogar in passender Umgebung probieren: Für sie geht es zwei Monate lang nach Peru.

„Wir dürfen dafür sogar schon zwei Wochen vor Ferienbeginn los“, sagt Hannah Mertens, in deren Familie Ximena derzeit lebt.

Aber zunächst stehen noch einige deutsch-peruanische Wochen im Rheinland an. Unter anderem geht’s zum Schlittschuhlaufen ins Grefrather Eisstadion und – natürlich – ins Schokoladenmuseum nach Köln.

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