Die Ortsgruppe feiert 2017 einen runden Geburtstag. Neben der Rettung von Badegästen ist der Schwimmunterricht die wichtigste Aufgabe. Für die Vorstandsarbeit wird Nachwuchs gesucht.

Die Ortsgruppe feiert 2017 einen runden Geburtstag. Neben der Rettung von Badegästen ist der Schwimmunterricht die wichtigste Aufgabe. Für die Vorstandsarbeit wird Nachwuchs gesucht.
Das Bild aus den 1950er Jahren zeigt Ludwig Schürges, Erwin Leven und Ferdie Gehlen (v.l.) auf dem Rhein.

Das Bild aus den 1950er Jahren zeigt Ludwig Schürges, Erwin Leven und Ferdie Gehlen (v.l.) auf dem Rhein.

DLRG

Das Bild aus den 1950er Jahren zeigt Ludwig Schürges, Erwin Leven und Ferdie Gehlen (v.l.) auf dem Rhein.

Willich. In den vier nebeneinander liegenden Bahnen der rechten Seite des Sportbeckens im Willicher Schwimmbad „de Bütt“ herrscht rege Betriebsamkeit. Jede Menge Kinder sind im Wasser unterwegs, aufmerksam beobachtet von mehreren Rettungsschwimmern. „Die jungen Schwimmer haben alle bereits ihr Seepferdchen gemacht und trainieren jetzt für ihr Jugendschwimmabzeichen“, sagt Kai Oelert. Dabei muss der Geschäftsführer der DLRG-Ortsgruppe Anrath-Willich ein wenig schmunzeln, denn Riegenführer Robin hat gerade an der äußersten Bahn ein Tauchhindernis ins Wasser gehangen, und das ist noch nicht jedermanns Sache.

Während die einen mit Vergnügen unter dem Hindernis wegtauchen, klettern andere am Beckenrand heraus, umgehen die Absperrung und lassen sich wieder ins Wasser gleiten. „Bei uns muss niemand etwas machen, dass er oder sie nicht möchte“, betont Oelert. Vielmehr steht der Schwimmspaß im Mittelpunkt.

Dem Verein gehören mittlerweile mehr als 800 Personen an

Spaß am Wasser vermitteln und gleichzeitig Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren – das steht seit nunmehr 70 Jahren auf der Fahne der DRLG- Gruppe Anrath-Willich. Dabei ist Willich nur ein Zusatz. Auf 70 Jahre blicken die Anrather zurück, während die Ortsgruppe Willich in diesem Jahr gerade einmal ihren 50. Geburtstag feiert. „Wir sind sogar zwei Jahre älter als die Bundesrepublik“, sagt Ortsgruppen- und Ausbildungsleiter Norbert Partenheimer.

1947 ging die Anrather Ortsgruppe mit einer Handvoll Schwimmern an den Start. Schon damals wurde neben dem eigentlichen Rettungsdienst, der unter anderem an der Brockmanns Kull in Anrath stattfand, ein breit gefächertes Ausbildungsprogramm angeboten. Heute sind es über 800 Mitglieder, die dem Ortsverein Anrath angehören. 450 davon sind Kinder und 50 voll ausgebildete Rettungsschwimmer. Neben dem Angebot der Kurse für Nichtschwimmer und Training für die Schwimmabzeichen sowie dem Training von Juniorrettern, jugendlichen Ausbildungshelfern und den Rettungsschwimmern an sich, gehört auch der Wachdienst im Willicher Schwimmbad zu den Aufgaben, die von den Rettungsschwimmern übernommen werden. Dazu kommt die Tätigkeit als Wachgänger an Ost- und Nordsee, wobei die Ortsgruppe Anrath eine Kooperation mit Scharbeutz an der Ostsee unterhält.

Im Bereich der Ausbildung herrschen keine Nachwuchssorgen, da das Interesse bei den Jugendlichen groß ist. Anders sieht es in der eigentlichen Vorstandsarbeit aus. Hier sucht die Ortsgruppe Anrath dringend ehrenamtliche Mitstreiter, die sich einbringen. „Die administrativen Aufgaben werden immer mehr, und da brauchen wir Unterstützung“, sagt Partenheimer. tre

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