Bis zum Sommer 2018 soll das neue Willicher Gesundheitszentrum am Rande des Stahlwerks Becker fertig sein.

Bis zum Sommer 2018 soll das neue Willicher Gesundheitszentrum am Rande des Stahlwerks Becker fertig sein.
Auf diesem Gelände zwischen Halle 18 (l.) und Stahlwerk-Casino soll das Gesundheitszentrum entstehen.

Auf diesem Gelände zwischen Halle 18 (l.) und Stahlwerk-Casino soll das Gesundheitszentrum entstehen.

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Auf diesem Gelände zwischen Halle 18 (l.) und Stahlwerk-Casino soll das Gesundheitszentrum entstehen.

Willich. Jetzt wird’s konkret: Das Gesundheitszentrum am Rande des Stahlwerks Becker soll bis zum Frühjahr/Sommer 2018 verwirklicht sein. „Baubeginn könnte bereits im Frühjahr des nächsten Jahres sein.“ Diese Einschätzung vertrat gestern Christian Pakusch, Aufsichtsratsvorsitzender der Willicher Grundstücksgesellschaft, auf Anfrage der WZ. Anlass: Die Gesellschaft hat ein 2000 Quadratmeter großes Grundstück zwischen Casino und der Halle 18 (dort befindet sich unter anderem Lidl) verkauft.

Die seit dem 22. Juli im Handelsregister eingetragene Gesundheitszentrum Willich Verwaltungs GmbH mit Sitz an der Heerdter Landstraße in Düsseldorf tritt als Käufer auf. Von diesem Unternehmen hat bislang wohl niemand etwas gehört – sehr wohl aber von seinen beiden Geschäftsführern: Der Willicher Christian Paschertz leitet eine im Stahlwerk Becker beheimatete Grundstücks GmbH, die schon lange an der Realisierung dieses Projektes arbeitet. Michael Aach wiederum ist Vorsitzender des Verwaltungsrates des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) in Viersen. Nicht zuletzt ist der Viersener CDU-Politiker Geschäftsführer mehrerer Firmen, so unter anderem der MA Invest-Konzepte GmbH – mit Sitz an der Heerdter Landstraße in Düsseldorf.

Das AKH ist seit Anfang 2015 für die Notarztversorgung in Willich verantwortlich. Der Notarzt soll künftig aber nicht mehr in der Feuerwache, sondern im besagten Gesundheitszentrum an der Anrather Straße angesiedelt werden. Die Stadt Willich hatte schon vor geraumer Zeit bei den Viersenern angefragt, ob die Notärzte außerhalb der Einsatzzeiten nicht weitere Aufgaben im Gesundheitszentrum übernehmen könnten. Mittlerweile wurden die Verträge für diese „Mini-Klinik“ – auch Ambulatorium genannt – unterzeichnet. Drei bis vier Betten, in denen Patienten zur medizinischen Beobachtung liegen können, wird es geben.

Mehrere Millionen Euro sollen in das Gesundheitszentrum investiert werden. Drei Etagen und ein weiteres Staffelgeschoss sind vorgesehen. Vier bis acht Praxen könnten sich in dem Neubau ansiedeln, so ein Orthopäde, ein Zahnarzt, ein Physio-Zentrum sowie eine Apotheke. „Die ersten Mietverträge sind unterschrieben“, hatte bereits vor einigen Wochen Willy Kerbusch, Geschäftsführer der städtischen Grundstücksgesellschaft, auf Nachfrage der WZ erklärt.

Das Ambulatorium war geplant worden, nachdem bekannt wurde, dass das Katharinen-Hospital aufgegeben werden soll. Zwei Jahre ist das jetzt her. Die Verwirklichung verzögerte sich jedoch mehrfach, unter anderem weil potenzielle Mieter sich nicht zur Unterschrift entschließen konnten.

Um so erleichterter ist jetzt Christian Pakusch. „Das ist ein ganz, ganz wichtiges Projekt für die Stadt“, betonte der Aufsichsratsvorsitzende. Denn die Schließung des Krankenhauses im Sommer 2015 seit „ein böser Einschnitt“ für die Gesundheitsversorgung in Willich gewesen.

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