Grefrath. Mit „Winnie in Niersbeck“ setzt Beate Felten-Leidel ihre Kindheitserinnerung fort. Dieses Mal beschreibt die gebürtige Grefratherin durch ihr Alter Ego Marlies ihre gemeinsame Zeit mit ihrer besten Freundin Winnie an der Klosterschule Niersbeck. Unverkennbar die Liebfrauenschule in Mülhausen.

Buchtipp

Die 60er Jahre am Niederrhein: Das waren einerseits kleine Fluchten in die Natur, wo die Mädchen unkontrolliert ihren Spaß haben konnten. Ansonsten hatten Eltern, Großmütter, Onkel und Tanten ein Auge auf den Nachwuchs, sorgten dafür, dass der katholische Glaube auch seinen Niederschlag im Poesiealbum hatte („Trag dein Kreuzlein immer froh, denn der Heiland will es so“).

Als Grefratherin kann die heute in Köln lebende Autorin nicht anders: Ganz nebenbei bekommt Oedt sein Fett weg. Dort hatte der Onkel gelebt, dem es nicht gut ging. Nach neuer Heirat und Umzug sei es bergauf gegangen. „Oedt tut keinem gut. Der Name kam nicht von ungefähr.“ Ansonsten schlagen sich die Mädels mit wichtigen Themen rum: den Wechseljahren, der Pubertät, dem Leben nach dem Tod, der ersten Liebe.

Das Buch hat Felten-Leidel ihrer verstorbenen Freundin Kornelia Blum gewidmet. Es ist bei Editon novel (ISBN 978-3- 946559-02-3/12,90 Euro) erschienen. Die Illustrationen sind von Caroline Riedel. Lee

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