Ute Ewert, Inhaberin der gleichnamigen Goldschmiede, tritt kürzer und übergibt ihrer Tochter Susanne Nauels das Geschäft. Eine unserer Meldungen im Altstadt-Geflüster.

Ute Ewert, Inhaberin der gleichnamigen Goldschmiede, tritt kürzer und übergibt ihrer Tochter Susanne Nauels das Geschäft. Eine unserer Meldungen im Altstadt-Geflüster.
Erich Kleinofen– hier im Cockpit eines ICE. Der gebürtige Gocher und heutige Kempener hat unter anderem auch einmal die ehemalige niederländische Königin Juliane gefahren. Mehr als 50 Jahre war Kleinofen bei der Deutschen Bahn beschäftigt. Jetzt feierte der Pensionär seinen 80. Geburtstag.

Erich Kleinofen– hier im Cockpit eines ICE. Der gebürtige Gocher und heutige Kempener hat unter anderem auch einmal die ehemalige niederländische Königin Juliane gefahren. Mehr als 50 Jahre war Kleinofen bei der Deutschen Bahn beschäftigt. Jetzt feierte der Pensionär seinen 80. Geburtstag.

Susanne Nauels (links) ist seit 2012 Goldschmiedemeisterin. Sie übernimmt nun das Geschäft ihrer Mutter Ute Ewert an der Peterstraße. Ute Ewert verabschiedet sich in den Ruhestand, wird aber hier und da noch vorbeischauen und die ein oder andere Arbeit erledigen.

Eine Telefonzelle wie die am Buttermarkt ist nicht nur zum Telefonieren da – sie bietet manchmal auch Ruhe vor dem Sturm.

Kleinofen/privat, Bild 1 von 3

Erich Kleinofen– hier im Cockpit eines ICE. Der gebürtige Gocher und heutige Kempener hat unter anderem auch einmal die ehemalige niederländische Königin Juliane gefahren. Mehr als 50 Jahre war Kleinofen bei der Deutschen Bahn beschäftigt. Jetzt feierte der Pensionär seinen 80. Geburtstag.

Kempen. Ein kleiner Abschied an der Peterstraße: Zu Beginn des neuen Jahres hat sich Ute Ewert, Inhaberin der gleichnamigen Goldschmiede, in den Ruhestand verabschiedet. Nach mehr als 50 Berufsjahren freut sich die 64-Jährige, nun mehr Zeit zu haben. Und die Kunden gönnen ihr dies gerne, wissen sie doch, dass es an der Peterstraße 17 bewährt weitergeht. Denn Ute Ewerts Tochter Susanne Nauels, die dort schon seit 1992 mit von der Partie ist, ist nun neue Inhaberin. Im vergangenen Jahr konnten beide ein Berufsjubiläum feiern: 50 Jahre Goldschmiedin für Ute Ewert, 25 Jahre für Susanne Nauels, seit 2012 ist sie Goldschmiedemeisterin. Zum Team gehört auch weiterhin Goldschmiedin Kerstin Pielsticker.

Altstadt-Geflüster

1981 hatte Ute Ewert ihre erste Werkstatt in Kempen eröffnet – damals an der Vorster Straße. Nach acht Jahren folgte der Umzug zur Peterstraße und das Geschäft kam hinzu, das auch heute noch selbst ein kleines Schmuckstück in der Altstadt ist. Ein Blick ins Schaufenster macht dort immer Spaß. Die 41-jährige Susanne Nauels will das Geschäft nun bewährt weiterführen. Der Name Goldschmiede Ewert bleibt erhalten. Ute Ewert schaut ab und zu noch rein und übernimmt auch noch die eine oder andere Arbeit. Es ist also tatsächlich nur ein kleiner Abschied.

Telefonzelle – Ruhe vor dem Sturm

Der eine oder andere wird sich vielleicht schon gefragt haben, wer eigentlich noch die Telefonzelle auf dem Buttermarkt nutzt. Im Zeitalter von Handys und Smartphone dürfte sich die Anzahl der pro Tag geführten Telefongespräche in der Zelle arg in Grenzen gehalten. Es gibt aber auch andere Nutzungsmöglichkeiten des Telekom-Kastens. Am Mittwochmittag – mitten im Sturmtief „Burglind“ – entdeckte der Flüsterer einen jungen Mann, der offenbar in der Zelle Unterschlupf gesucht und gefunden hatte. Während um ihn herum Äste auf den Buttermarkt purzelten, stand der Herr in der Telefonzelle und las Zeitung. Und zwar so angeregt, dass er den Flüsterer vor der Telefonzelle gar nicht bemerkte. Schön, wenn man die Sturmböen so gelassen erleben kann. Einen Fehler hat der Flüsterer aber dennoch entdeckt: Beim Presseerzeugnis, das der Mann las, handelte es sich nicht um die WZ. Daran sollte der Herr noch arbeiten.

Die Stadtgarde Kempen feiert auch in diesem Jahr wieder den beliebten Kinderkarneval im Kolpinghaus. Darauf trommelt Stefan Neyenhuys, 1.Vorsitzender Stadtgarde, gerne, also macht Reklame. Am 2. Februar geht es für die kleinen Narren „auf in den Wilden Westen“ und damit mitten hinein in die Hoch-Zeit der Karnevalssession. Die kleinen und großen Gäste erwartet ein buntes Programm zum Zuschauen und Mitmachen. Mit dabei ist auch das Prinzenpaar und die Prinzengarde mit Gefolge. „Auf in den Wilden Westen“ – wer hat dabei die schönsten Kostüm-Ideen? Die besten Ideen und Kostüme werden prämiert. Der Kartenvorverkauf zu dem Spaß beginnt am Montag. Die Vorverkaufsstellen sind Schreibwaren Beckers auf der Engerstraße, Reisebüro Jung am Concordienplatz und Arica Schreibwaren, Emilie Horten Platz 1. Kartenvorbestellung und weitere Informationen gibt es unter Tel. 02152/8096413 und per E-Mail unter stadtgarde-kempen@gmx.de oder neyenhuys@gmx.de.

Borussen- und Bahn-Fan ist nun 80

Der Altstadtflüsterer trifft heute aus gutem Grund einen Fan. Also um genau zu sein, einen Borussen-Fan. Erich Kleinofen aus Kempen ist sozusagen das Oberhaupt einer fußballverrückten Familie. Vor gut zwei Jahren berichteten wir an dieser Stelle über den pensionierten, damals 78-jährigen Lokomotiv-Betriebsinspektor. Seit er nicht mehr täglich den ICE durch die Lande steuere, erzählte er damals, habe er mehr Zeit für seine Familie und für seinen Herzens-Verein: die Borussia aus Mönchengladbach. Im Herbst 2016 wollten die Männer und Jungs dreier Kleinofen-Generationen gemeinsam das Heimspiel gegen Frankfurt sehen – die Söhne Jürgen, Erich und Werner und die Enkel Marvin, Mirco und Jannik. Und Erich Kleinofen natürlich. Klappte damals aber leider nicht, weil Erich, der Senior, erkrankte. Aber aus dem Stadion kamen Selfie-Grüße von Söhnen und Enkeln: „Opa, das holen wir nach!“ Jetzt gab es wieder einen Anlass für eine große Familienrunde: Erich Kleinofen feierte in dieser Woche seinen 80. Geburtstag. Sein ganzer Stolz sei die Familie, erzählte er dem Flüsterer, die insgesamt fünf Kinder (zwei Töchter und drei Söhne), sieben Enkel- und zwei Urenkelkinder. Und stolz blickt Kleinofen auch immer auf seine mehr als 50 Jahre bei der Deutschen Bahn zurück. Seine Laufbahn begann er als 17-jähriger Heizer auf verschiedenen Dampfloks in Krefeld. Am Schluss der Karriere war das Führerhaus des ICE sein Arbeitsplatz, seine Lieblingsstrecke war damals die entlang des Rheins. Bis zu 1050 Kilometer legte er täglich im ICE zurück. Die alte Liebe zum Traumberuf rostet nicht, genauso wenig wie die zu seiner Borussia.

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