Anwohnerin klagt über chaotische Zustände an der Oedter Mühlengasse und ärgert sich über die Gemeinde.

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Viele Fußgänger und Radfahrer queren am Sportplatz an der Mühlengasse die Straße. Dort gilt Tempo 70.

Viele Fußgänger und Radfahrer queren am Sportplatz an der Mühlengasse die Straße. Dort gilt Tempo 70.

Viele Fußgänger und Radfahrer queren am Sportplatz an der Mühlengasse die Straße. Dort gilt Tempo 70.

Elisabeth Meerkötter will mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer.

Privat, Bild 1 von 3

Viele Fußgänger und Radfahrer queren am Sportplatz an der Mühlengasse die Straße. Dort gilt Tempo 70.

Oedt. Elisabeth Meerkötter wohnt sehr idyllisch. Ihr Haus steht an der Oedter Mühlengasse, gegenüber des Sportplatzes, 100 Meter vom Ortsschild entfernt.

Das ist der springende Punkt. Das Grundstück liegt nicht mehr im Ort, vor Meerkötters Haustür gilt die Mühlengasse als Landstraße. 70 Kilometer pro Stunde sind erlaubt. "Hier ist immer jede Menge los. Besonders schlimm ist es bei Sportveranstaltungen.
 
Dann wird entlang der Landstraße alles zugeparkt, zum Teil in zwei Reihen. Da die Autos auch auf den Fahrradwegen und entlang der Niers stehen, müssen Fußgänger und Radfahrer auf die Fahrbahn.
 
Das ist lebensgefährlich", ärgert sich Meerkötter. Neben dem Sportplatz liegen Tennisclub und Kanuverein. "Hier überqueren immer viele Leute die Straße", berichtet sie.

Am 28. Oktober 2006 übergab sie deswegen dem Grefrather Ordnungsamtleiter Norbert Franken einen Brief mit 50 Unterschriften von Sportlern und weiteren Anwohnern. Die Forderung: Eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde.

Auf eine Antwort wartete sie vergeblich. "Anfang 2007 habe ich dann selber bei Herrn Franken nachgefragt." Dieser habe zugesichert, das Schreiben an das zuständige Amt für Ordnung und Straßenverkehr des Kreises Viersen weiterzuleiten. Allerdings dauerte das bis zum 16. März.
 
Am 17. April erhielt Meerkötter einen Brief der Behörde, man wolle bald über ihren Antrag entscheiden.
 
Meerkötter ist sauer: "Ich fühle mich von der Gemeinde nicht ernst genommen." Nachdem sie immer noch keine Nachricht erhalten hatte, hakte sie bei der Ratssitzung am Montag nach. "Die Entscheidung ist Sache des Kreises", erklärte Franken im WZ-Gespräch.
 
Zudem entschuldigte er sich: "Das Schreiben ist von uns nicht schnell genug bearbeitet worden."
 
Unterdessen entschied Hans-Willi Erkens vom zuständigen Viersener Amt gegen eine Geschwindigkeits-Begrenzung. Mittwoch ging der Bescheid bei Meerkötter ein, gestern legte ihr Erkens seine Beweggründe nochmals persönlich dar.
 
"Das Problem ist nicht die Geschwindigkeit, sondern die falsch geparkten Autos", so Erkens im WZ-Gespräch. Nur wegen ihnen käme es zu Gefahrensituationen. "Wenn Seitenstreifen und Radwege frei sind, ist die Gefahr nicht so groß, dass sie 50 Stundenkilometer rechtfertigen würde."
 
Allerdings wolle er die Tempo-70-Zone verlängern, damit Autos, die in den Ort einfahren, nicht mehr von Tempo 100 "ausrollen" lassen könnten. Für Meerkötter nicht genug. "Ich werde Widerspruch einlegen", kündigte sie an.
Trotzdem lobt sie Erkens: "Von ihm fühle ich mich wenigstens ernst genommen."
 
Wie geht es weiter?

Kontrollen "Auch die Gemeinde will, dass der Abschnitt 50-Zone wird. Wir kontrollieren weiterhin regelmäßig Falschparker und blitzen im Bereich Mühlengasse. Bei Sportveranstaltungen steht der Parkplatz Burg Uda zur Verfügung. Wir beraten derzeit das weitere Vorgehen", so Ordnungsamtleiter Norbert Franken.

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