NRW-Ministerin Christa Thoben stellt Masterplan vor und winkt mit 50 Millionen Euro.

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Christa Thoben (2.v.r.) sieht sich im Kreuzgang des Kulturforums Franziskanerkloster um, begleitet von Museumsleiterin Elisabeth Friese, Landtags-Abgeordneten Christian Weisbrich und Landrat Peter Ottmann.

Christa Thoben (2.v.r.) sieht sich im Kreuzgang des Kulturforums Franziskanerkloster um, begleitet von Museumsleiterin Elisabeth Friese, Landtags-Abgeordneten Christian Weisbrich und Landrat Peter Ottmann.

Christa Thoben (2.v.r.) sieht sich im Kreuzgang des Kulturforums Franziskanerkloster um, begleitet von Museumsleiterin Elisabeth Friese, Landtags-Abgeordneten Christian Weisbrich und Landrat Peter Ottmann.

Kempen. Mehr Zusammenarbeit wagen - dazu soll der Masterplan Tourismus für Nordrhein-Westfalen anspornen. "Bisher hat jeder Kirchturm sein eigenes Konzept verfolgt", erinnerte NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben gestern bei der Vorstellung des Plans im Rokokosaal des Kulturforums.

Das soll nun anders werden: "Nordrhein-Westfalen muss auch im Ausland ein Begriff werden, und zwar nicht nur als Wirtschaftsstandort." Damit Perlen wie das Kempener Land künftig touristisch mehr zur Geltung kommen, setzt das Land auf einheitlichere Werbekampagnen und Slogans sowie Zielgruppen-Orientierung. Hier müsse ein Umdenken stattfinden, so die Ministerin vor Politikern des Kreises und Vertretern der Niederrhein Tourismus GmbH. "Hier macht nun einmal niemand Langzeiturlaub. Was wir haben, sind Business-Touristen, die von den großen Messen angelockt werden."

50 Millionen Euro hat das Land ausgelobt, um Tourismusprojekte zu fördern, die den Richtlinien des Masterplans entsprechen. Ein Wettbewerb hierzu soll im kommenden Frühjahr beginnen.

Damit das Konzept aufgehen kann, ist jede Region aufgerufen, mit ihren Pfunden zu wuchern. "Die hiesigen Radfahrmöglichkeiten können international vermarktet werden", ist sich Walter Jakobs sicher, Leiter des Tourismus-Referats im Landtag.

"Die Ansätze des Masterplans sind völlig richtig", findet Bürgermeister Karl Hensel. "Wir haben ja schon viele Tagestouristen und hoffen, durch das Konzept noch mehr entdeckt zu werden." Dafür sei allerdings auch in Kempen Umdenken angesagt- insbesondere, was Hotels angeht. "Wir brauchen etwas, wo auch ganze Radgruppen unterkommen können - und wo man sich als Gast nicht lästig fühlt."

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