Bretterbühne: Die Tönisberger Akteure zeigen ihre komische Seite.

wza_1500x767_645404.jpeg
Urkomisch ging es beim aktuellen Schwank der Tönisberger Bretterbühne zu.

Urkomisch ging es beim aktuellen Schwank der Tönisberger Bretterbühne zu.

Friedhelm Reimann

Urkomisch ging es beim aktuellen Schwank der Tönisberger Bretterbühne zu.

Tönisberg. Jede Menge Kinder- meine, deine, unsere, eure - kamen auf die Bühne im Katholischen Pfarrheim: Bei der 28. Aufführung der Tönisberger Bretterbühne ging es hoch her.

"Wenn der Hahn kräht auf dem Mist..." heißt der Schwank von Erich Koch. Darin suchen Kinder ihre Väter, eine Erbschaft steht an und bei jedem Hahnenschrei geschieht etwas Neues. Zum Beispiel, dass Bauer Hans Trinkaus (Johannes Hoenmans-Leurs) beim Kartenspiel erst die Ehefrau und dann den Hof an Karl Huber (Guido Heesen) verliert.

Um das Unglück abzuwenden, lassen Knecht Max Knüppeldick (Frank Heesen), Magd Hanna Huscher (Adelheid van Hall) und Ehefrau Beate (Margret Rögels) Hans Trinkaus kurzerhand sterben. Das erweist sich als schwerer Fehler, besonders als Notar Alfred Hähnlein (Karl Rögels) dem Bauern eine Erbschaft ankündigen will.

Turbulent sind die Verwicklungen, die sich aus der Notlüge ergeben. Zumal das Liebespaar Karin Trinkaus (Silke Sieben) und Nico Huber (Tobias Sieben) mitmischt. Dann taucht der rosarote Didi Dattel (urkomisch: Jens Pfeiffer) auf der Suche nach seinem Vater auf. Und auch Vroni Schlupfloch (Petra Goak) will mittels einer grau-grünen Unterhose ihren Erzeuger aufspüren.

Ulknudel Adelheid van Hall als Magd Hanna hatte die Lacher auf ihrer Seite. Karl Rögels brillierte in der Rolle des Notars als linkischer Hagestolz, der schließlich den Verführungen von Hanna erliegt. Einen schwierigen Part hatte auch Johannes Hoenmans-Leurs als Bauer Hans Trinkaus. Er verwandelte sich im Laufe des Spiels zu einer eleganten Dame und sorgte dafür, dass Margret Rögels als seine Ehefrau Beate gekonnt von einer Ohnmacht in die andere fiel. Zu loben sind auch Bühnenbild, Maske und Regie von Marion Leinders. Ihr gelang es, die Truppe zu einer großen komödiantischen Leistung zu führen: Langer Applaus für alle Akteure - vor und hinter der Bühne.

Es kamen fast 100 Besucher, die mit einem Glas Sekt begrüßt wurden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer