Im Umweltausschuss wurden neue Konzepte für den Winterdienst diskutiert.

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Die Salz-Silos des Kempener Baubetriebshofes haben eine Kapazität von 170 Tonnen.

Die Salz-Silos des Kempener Baubetriebshofes haben eine Kapazität von 170 Tonnen.

Kurt Lübke

Die Salz-Silos des Kempener Baubetriebshofes haben eine Kapazität von 170 Tonnen.

Kempen. „Nach dem Schnee ist vor dem Schnee“, könnte man angelehnt an eine alte Fußball-Weisheit sagen. Und weil der Winterdienst in den vergangenen zwei Monaten in Kempen nicht optimal gelaufen ist, macht sich die Stadtverwaltung nun daran, neue Ideen zu entwickeln. „Wir haben gemerkt, dass wir eine Grenze erreicht haben“, sagte der Technische Beigeordnete Stephan Kahl im Umwelt- und Planungsausschuss am Montagabend. Er betonte aber gleichzeitig, dass die Mitarbeiter des Baubetriebshofes ihr Bestes gegeben hätten.

„Die Nachlieferung war schwierig.“

Stephan Kahl, Technischer Beigeordneter

Nun werden Verbesserungsmöglichkeiten gesucht, um auf „Extremwetterlagen“ wie in den vergangenen Wochen besser vorbereitet zu sein. Eine Idee ist die Aufstockung des Streusalzvorrates in Kempen. „Unsere Silos waren mit 170 Tonnen Salz voll. Aber wir mussten feststellen, dass diese in relativ kurzer Zeit verbraucht waren. Die Nachlieferung war schwierig“, so Kahl.

Zusätzliche Räum- und Kehrgeräte sind nötig

Daher denke man darüber nach, neben den bestehenden Silos Schüttboxen anzuschaffen, in denen weiteres Salz, das im Sommer günstig gekauft werden kann, gelagert werden soll und schnell für den Einsatz zur Verfügung steht. „Wir wollen unseren Vorrat so verdoppeln“, so Kahl.

Außerdem sollen zusätzliche Kehrmschinen angeschafft werden. Diese werden von einem Mitarbeiter geschoben und sollen das Räumen besonders auf kleinen Straßen und Wegen erleichtern. Die müssten sonst von Hand bearbeitet werden.

Ein Problem waren besonders im Dezember die Schneeverwehungen in den Außenbereichen Kempens. Zwar müssen diese Straßen nicht vom Baubetriebshof geräumt werden. „Aber wir könnten dort Probleme mit Rettungsfahrzeugen bekommen“, so Kahl. Angedacht sind Kooperationen mit Landwirten, die mit ihren Maschinen die Stadt bei den Räumarbeiten unterstützten könnten. Allerdings müsste genau hingeschaut werden, welches Gerät geeignet ist.

Auch die Anwohner müssten stärker in die Pflicht genommen werden. Daher sollen sie auch in Zukunft durch Briefe verstärkt auf ihre Winterdienstpflicht hingewiesen werden.

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