Gestern gab es in Vinkrath den ersten Spatenstich. In den nächsten Tagen sollen in Straßen und Gehwegen bereits die Rohre verlegt werden.

Gestern gab es in Vinkrath den ersten Spatenstich. In den nächsten Tagen sollen in Straßen und Gehwegen bereits die Rohre verlegt werden.
Vertreter von Deutscher Glasfaser, Gemeinde und Bürgerinitiative kamen gestern zum ersten Spatenstich.

Vertreter von Deutscher Glasfaser, Gemeinde und Bürgerinitiative kamen gestern zum ersten Spatenstich.

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Vertreter von Deutscher Glasfaser, Gemeinde und Bürgerinitiative kamen gestern zum ersten Spatenstich.

Grefrath. Der Startschuss für den Glasfaserausbau in der Gemeinde Grefrath ist gefallen. Gestern gab es An der Schanz in Vinkrath (hinter dem HPZ) den ersten Spatenstich für einen von insgesamt drei Verteilerkästen. In Vinkrath hatten sich bei der sogenannten Nachfragebündelung 60 Prozent und in Mülhausen 42 Prozent der Haushalte für einen Glasfaseranschluss entschieden. Sie erfüllten damit die vom Anbieter Deutsche Glasfaser (DG) vorgegebene Quote von 40 Prozent und werden somit komplett ausgebaut. Dort werden schon bald auch die ersten Leerrohre in die Straßen und Gehwege verlegt. Gleichzeitig werden diejenigen, die einen Vertrag abgeschlossen haben, zu Hause besucht. Vor Ort plant ein Bauteam dann gemeinsam mit den Eigentümern den Hausanschluss. Der Ausbau einer kompletten Straße dauert laut DG in der Regel fünf Arbeitstage. Vorgesehen ist, die betroffenen Straßen an einem Tag zu öffnen und auch wieder zu verschließen. In Einzelfällen könne es auch vorkommen, dass Erdlöcher zunächst nur provisorisch verfüllt würden. Insgesamt werden in Vinkrath, Mülhausen, Grefrath und Oedt zirka 7,5 Kilometer Glasfaser verlegt. Die DG investiert dafür mehr als zehn Millionen Euro. „So schnell startet keiner. Ich gehe davon aus, dass wir den Rest auch noch schaffen“, meinte dazu Grefraths Bürgermeister Manfred Lommetz beim Ortstermin. Von der Bedarfsermittlung bis zum ersten Spatenstich hatte es nur rund sechs Monate gedauert.

Grefrath und Oedt werden nicht komplett ausgebaut

Beim „Rest“ geht es um Grefrath und Oedt, wo die angestrebte Quote von 40 Prozent nicht erreicht wurde. Deshalb werden dort – zumindest vorerst – längst nicht alle Haushalte einen Glasfaseranschluss bekommen. Warten müssen der Ortskern und der Grefrather Süden sowie Teile von Oedt, besonders im Bereich der Ortsdurchfahrt Johannes-Girmes-Straße/Hochstraße/Johann-Fruhen-Straße. „In diesen Gebieten können sich die Bewohner noch bis zum 20. Januar kommenden Jahres für einen kostenlosen Anschluss entscheiden“, wirbt Bauprojektleiter Stan Peters um weitere Verträge in Grefrath und Oedt. Dies gilt dann, wenn ein Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben wird. Bei einem späteren Vertragsabschluss kostet der Anschluss laut DG mindestens 750 Euro. Zusätzlich können Neukunden für eine kurze Zeit auch noch beim monatlichen Tarif sparen. „Derzeit bieten wir Verträge an, die im ersten Jahr 24,99 Euro pro Monat kosten“, verspricht Thorsten Lässig, Projektmanager bei der DG. Für den kompletten Glasfaserausbau in der Gemeinde setzt sich auch weiterhin die Bürgerinitiative Glasfaser für Grefrath ein. Sie wirbt mit Handzetteln und auf Plakaten für 264 weitere Vertragsabschlüsse im Gemeindegebiet. Wenn die erreicht werden, würde die DG das komplette Gemeindegebiet mit Glasfaser versorgen. „Machen Sie selbst einen Vertrag, sprechen sie mit Ihrer Familie, Verwandten oder Freunden“, heißt es in dem Aufruf der Bürgerinitiative. „Bisher wurden in ganz Grefrath insgesamt knapp 2000 Verträge abgeschlossen“, sagt Murat Durmaz, der die Produkte der DG vermarktet. Wenn das Wetter mitspielt, sollen die Vinkrather schon in rund vier Monaten im schnellen Netz surfen können. In Mülhausen soll mit dem Breitbandausbau im Januar begonnen werden. Anfang Februar soll in Oedt, einen Monat später in Grefrath der Ausbau gestartet werden, so die DG. Noch vor rund drei Wochen hatte es geheißen, dass es in Grefrath und Oedt bereits im Januar losgehen werde.

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