Am 1. April gibt es einen Wechsel an der Spitze. Die Geschäftsleitung wird die Energiepreise vorläufig nicht anheben.

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Die Herren von den Stadtwerken haben Spaß beim Hände schütteln (v.l.): Siegfried Ferling, Herwig Eichelberger und Norbert Sandmann freuen sich aber auch über stabile Preise.

Die Herren von den Stadtwerken haben Spaß beim Hände schütteln (v.l.): Siegfried Ferling, Herwig Eichelberger und Norbert Sandmann freuen sich aber auch über stabile Preise.

Die Herren von den Stadtwerken haben Spaß beim Hände schütteln (v.l.): Siegfried Ferling, Herwig Eichelberger und Norbert Sandmann freuen sich aber auch über stabile Preise.

Kempen. Die Preise für Strom, Gas, Wasser, Fernwärme sowie das aqua so-Bad bleiben vorerst stabil und ab 1. April haben die Stadtwerke einen neuen Geschäftsführer. Das berichtete Herwig Eichelberger, Sprecher der Geschäftsleitung, am Montag.

Sein Nachfolger heißt Siegfried Ferling. Der 45-jährige Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik kommt von den Stadtwerken Hockenheim, wo er Werkleiter ist. Ferling setzte sich unter 93 Bewerbern durch.

Ihm zur Seite wird Norbert Sandmann als zweiter Geschäftsführer stehen; der 52-jährige Prokurist ist seit über 15 Jahren bei den Kempener Stadtwerken. Diese Konstellation ist neu. Bisher war der jeweilige Bürgermeister nebenamtlicher Geschäftsführer, nun agiert er als Aufsichtsratsvorsitzender.

5,5 Millionen Euro wollen die Stadtwerke in diesem Jahr investieren. Davon sind 3,2 Millionen Euro für Unterhaltungsmaßnahmen. Ein Teil der Investitionen wird in eine neue ORC-Anlage (Organic Rankine Cycle) investiert.

Durch die Abgase der Motoren im Bereich des Heizkraftswerks an der Otto-Schott-Straße soll eine Turbine betrieben werden. Diese wiederum erzeugt Strom. Herwig: "Damit können wir 20 Millionen Kilowatt Strom mehr erzeugen." 160 Millionen Kilowatt Strom braucht Kempen jährlich, so Sandmann. Bisher wurden 45 Prozent selbst erzeugt. Mit der ORC-Anlage werden es 60 Prozent sein.

50 000 Euro stehen für das Schwimmbad bereit

Die Stadtwerke GmbH, Heinrich-Horten-Straße 50, ist zu 100 Prozent ein kommunales Unternehmen. 2010 werden sie 1,3 Millionen Euro an die Stadt abführen.

Für 2010 werden Erträge von etwa 49,6 Millionen Euro erwartet. Die Aufwendungen werden mit 47,7 Millionen Euro angegeben, so dass ein Gewinn von 1,8 Millionen Euro bleibt.

Die Stadtwerke haben 300.000 Liter Heizöl als Reserve für Versorgungs-Engpässe.

Für die Anlage muss an der Otto-Schott-Straße zunächst eine neue Halle gebaut werden. Los geht es aber erst, wenn die beantragten Fördermittel bewilligt sind. Die Kosten für das in Deutschland bisher einmalige Projekt betragen 2,3 Millionen Euro. Die Geschäftsführung hofft auf eine Förderung in Höhe von 600.000 Euro.

Investiert wird auch in das aqua sol. Für das in die Jahre gekommene Schwimmbad sieht der Wirtschaftsplan 50.000 Euro vor. "Es gibt kein schöneres Freibad am Niederrhein", sagt Eichelberger.

Trotzdem laufen Überlegungen, wie sich das Bad moderner präsentieren kann. Eine Aufgabe, der sich Siegfried Ferling stellen will. Erste Runden in den Becken an der Berliner Allee ist er bereits geschwommen.

Energien günstig einkaufen ist das Credo der Stadtwerke. Eichelberger: "Dadurch können wir im Gegensatz zu vielen anderen unsere Preise halten. Auch wenn wir nun den Zuschlag für erneuerbare Energien leisten müssen. Das können wir kompensieren." Und er ist zuversichtlich, dass die Preise stabil bleiben können, da die Stadtwerke bereits erneut Verträge aushandeln und noch günstiger Energie einkaufen werden.

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